So.27März22 – Ovita Wilderness Lodge

(neu 03.Aug22)
Rund die Hälfte aller Übernachtungen in den letzten 6 Monaten waren im Outback. Dank 10qm Wohnfläche und vielen Stauräumen garkein Problem. Beschwert hat sich keiner, ganz im Gegenteil: wenn einer anhielt dann nur um zu Fragen ob es an etwas fehlt, oder Hilfe notwendig sei.

Manchmal darf es aber auch ein bisschen mehr sein. Dann wird eine Campsite oder sogar eine Lodge angefahren.
Man kann Leute treffen, sich bekochen lassen und so mehr von Land + Leuten erfahren.

Es kann ja keiner ahnen, dass der Steyr in beste Gesellschaft gerät …

Wir hatten uns schon in der „Alten Brücke“ in Swakop getroffen und nen Vormittag miteinander verquatscht.
Vor gut zwei Monaten, aber selbst in Namibia ist die Welt klein genug sich wieder zu treffen.

Die Ovita Campsite selbst bietet aber auch viel mehr als man das ahnen kann.
Heiko hat in Deutschland Koch gelernt und seine Tiefkühltruhe ist voll von Wild aus der eigenen Farm.
Orxy, das Steak ist besser als von den meisten Rindern.

Am Guesthaus gibt es eine höher gebaute Terrasse mit freiem Blick auf das campeigene Wasserloch.
„Loch“ ist etwas untertrieben, es ist ein grosser See.

Schon beim ersten kurzen Rundgang stellen wir fest, das wir nicht alleine hier sind …

Keine Frage, drei Tage werden es im Ovita Wilderness Camp (ca. 20km nördlich Okahanja).
Es gibt einfach sehr viel zu entdecken …

Mi.19Jan22 – Wenn es Krieg gibt …

(neu 03.Aug.22)
… dann gehen wir in die Wüste. (Buchtitel)

Die beiden deutschen Geologen Henno Martin + Hermann Korn haben Nazi-Deutschland 1935 verlassen und suchen für Farmer in der namibischen Wüste nach Wasser. Da bricht in Europa der II.Weltkrieg aus.
Sie fürchten sich als Ausländer in Namibia eingelocht zu werden und flüchten in die Wüste.
Da kennen sich beide ja sehr gut aus.

Es wird ein Überlebenskampf, denn die Bedingungen sind miserabel.
Erst langsam finden sie Strategien zurecht zu kommen, Nahrung zu beschaffen, Trinkwasser zu finden, sich gegen wilde Tiere zu wehren. Ihr Buch schildert sehr eindrücklich ihre Gratwanderung zwischen Hoffnung und Aufgabe.

Die meiste Zweit der zwei Jahre verbringen sie in diesem Unterstand. Mit Steinen etwas gegen den Wind geschützt.

Der Ausblick soll sie früh über die drohenden Gefahren warnen.
Die Angst ist ständig präsent entdeckt oder angefallen zu werden.

Die Ruhe des Platzes trügt über den Zustand der Welt.
Krieg ist immer noch.
Der Übernachtungsplatz bietet den Blick nach vorn, es muss besser werden !


Mi.27Jan22 – RockSculpture – Trail

(neu 29.Juli22) Diese Ecke Namibias hat erstaunlich viel Landschaft zu bieten. Garnicht so üblich im weiten, meist flachen Land.
Und noch seltener haben die Planungsoberen auch dem fussläufigen Touristen ein besonderes Angebot im Angebot.
Nur wenige Kilometer weiter östlich von der Blutkoppe gibt es den RockSculpture Trail, einen hervorrragend ausgeschilderten Fussweg kreuz + quer durch Felsformationen und Landschaften.

Man muss schon ein paar Schritte darauf zugehen, wenn man es genau wissen will …,
aber dann …

Tuffgestein. Also weiches Steinmaterial das der Errusion wenig entgegen zusetzen hat.
Dazu auch etwas Grünzeug, und kleine, enge Felspassagen, die der raffinierte Ranger elegant um die Steinblöcke herumgezirkelt hat.

Vier Stunden Beinarbeit sind es geworden,
keine Minute langweilig.

Einen kleinen Berg galt es zu bezwingen …
und im Steyr wartet der wie immer wunderbare Nachmittagskaffee.

Mi.26Jan22 – Blutkoppe

(neu 28.Juli22) Die „Spitzkoppe“ kennt praktisch jeder in Namibia,
aber selbst Einheimische kennen die „Blutkoppe“ nicht.
Zunächst ist das in beiden Fällen ein Haufen grosser Steine, die nicht so sehr an Berge, sondern mehr an rundgeschliffene Felsplatten erinnern.

„Blut“, das meint wohl die besonders rötliche Farbe beim alltäglichen Sonnenuntergang …

In Tagen dieses Virus braucht man sich in Namibia keine Sorgen zu machen, das es allerorten überfüllt wäre. Und an der Blutkoppe schon mal garnicht.
Dabei gibt es sogar auch für die Dachzelter eine gute Infrastruktur rund um die Steine.
Mehrere Campsites sind angelegt, Mülleimer aufgestellt, und „Abolutions“ installiert.

Aber das Beste rund um die Steine sind natürlich die Steine.
Ein paar Schritte gemacht, und schon eröffnen sich neue Perspektiven.
Auch von hier oben sind weit + breit keine anderen Fahrzeuge oder Menschen sichtbar.
Ausgestorben.
Schon länger.

Ein kühles Bier für die Verschnaufpause oben am nicht vorhandenen Gipfelkreuz,
und schon beginnt das Farbspiel wenn die Sonne im Felsenmeer versinkt.

Do.03Febr22 – Sossusvlei abgetaucht

(neu vom 25Juli22)–
Die letzte Regenzeit in Namibia 2020/21 war richtig ergiebig. Nach vielen Jahren Trockenheit hatte es einer mal so richtig schütten lassen.
Da dachten alle schon das war aber toll, so war es in dieser Saison 2021/22 noch um einiges toller.
Der River Swakop mündet bei Swakopmund in den Atlantik, so jedenfalls der Plan. Denn in den letzten 12 Jahren gabs keinen Tropfen der „gemündet“ ist. Halt ein Trockenfluss.

Nur in dieser Saison, da sind die Swakopper völlig aus dem Häuschen gewesen und haben gefeiert, den River Swakop, der mit einigem Tamtam dann doch mal so richtig was zum Fliessen gab. Videos dazu gibts im Netz.

Und das Sossusvlei ? Was geht denn da ab ?
Fahren wir doch mal hin …

Luftdruck auf 2,5bar ablassen reicht allem mal aus… Allrad hat der Steyr sowieso permanent drinne,

noch ein kleiner Hügel und schwupp …
auweija …

Eine ver-rückte Landschaft …
riesige Dünen scheinen inmitten von Wasser umspült zu werden.
Später hören wir das selbst einheimische Namibier aus dem 400 Km entfernten Windhoek am Wochenende vorbeischauen, um mal es mal mit den eigenen Augen zu erleben.

Hinter dem grossen See erhebt sich „Big Mama“. Diese Düne ragt mit rund 300 Metern hinter dem See steil hinauf. Der Weg scheint machbar …, Ok, ein ander mal …

Di.04Jan22 – Jan Kunene

Auf dem Weg nach Osten, am River KUNENE entlang, bietet sich ein Stopp im CAMP CORNIE an.

Schon auf der Fahrt hierher gehts immer am Fluss entlang.
Es gibt in ganz Namibia nur zwei ganzjährig wasserführende Flüsse,
den OranjeRiver ganz im Süden,
und eben den Kunene, ganz im Norden.

Der Weg nach Osten ist ein Rollercoaster. Ständig gehts in riesigen Wellen bergauf und bergab.
Wie wunderbar paradiesisch kommt da dieses Camp daher.

Riesig viel Platz, kein weiterer Gast auf dem Feld, und sogar die Verwaltung scheint noch im Mittagsschlaf.
Wir machen uns das Tor selbst auf und finden auch den wunderbarsten Platz mit Sicht auf das Nachbarland Angola.

Die Hängematte ist schnell aufgebaut.
Baden ist eher unangebracht, zuviele Krokodile kauern im seichten Wasser.

Jan hat Geräusche gehört, hat seine eigene Hängematte verlassen und begrüsst die neuen Gäste.
Nein, er ist weder Besitzer noch Manager. Die Dame des Camps ist Besorgungen in Windhoek machen, und er schaut für diese Zeit hier nur nach dem rechten.

Jan Kunene erzählt von Afrika, und von Namibia.
Er liebe die Natur, kann sich kaum einen festen Wohnsitz vorstellen,
und träumt dennoch von einem etwas komfortableren Leben.

Kurzerhand machen wir einen Vorschlag:
Wir werfen den Grill an und räumen unsere Stau- und Kühlfächer,
und wir würden uns freuen wenn Jan heute Abend unser Gast ist.
Schmunzelnd stimmt er zu. So oft hat er das auch noch nicht erlebt.

Es wird ein bunter Abend.
Jan erzählt und erzählt, und er hat vieles erlebt, in seinem Afrika.
Vielleicht eröffnet er mal selber eine Campsite. Da gibt es ein tolles Fleckchen etwas weiter östlich am Fluss.
Oder er kümmert sich um die Wildelephanten im Norden Namibias,
oder er hilft den Himbas in den abgelegenen Dörfern …
Ja, da kommt man nur noch zu Fuss hin,
und das ist eh die beste weil angemessenste Geschwindigkeit in dieser alles überragenden Natur …

Ich will noch gerad ein Photo von diesem tollen Sonnenuntergang machen,
aber Jan meint ich solle den Hügel gegenüber hinauf laufen, entlang der Wasserleitung …
das wäre der beste, schönste und bunteste Platz ringsherum dafür.
Recht hat er, er kennt sich eben aus, der Jan Kunene, an seinem Kunene.

Jan Kunene in Facebook:

https://www.facebook.com/jan.kunene.90

Mo.16Mai22 – Lichtmaschine abgeraucht

Immerhin läuft der Steyr inzwischen über 10.000Km durch Afrika ohne zu Murren + ohne Wehklagen.
Aber just im nördlichen Süd-Afrika meldet sich die Elektrik zu Licht:
Kein Strom von der Lichtmaschine.
Sofort rechts ranfahren und nachschauen.
Der erste Verdacht fällt auf den Keilriemen, der der sitzt Bombenfest.
Dann die Kabelverbindungen? Auch alles unverdächtig.

Da ist die Gegend hier schon etwas verdächtiger.
Noch vor zwei Stunden musste ich versichern das ich hier keinesfalls aussteige und draussen herum laufe.
Es wimmelt voller Löwen, und vieler anderer, sehr gefährliche Tiere. Schliesslich bin ich im Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark, kurz KTP, an der Grenze zu Botswana, Süd-Afrika + Namibia.
Direkt schon beim Aussteigen stolpere ich über Skelette von abgenagten Tieren.

Es hilft alles nix, und ich finde auch weiter nix.
Einsteigen weiter fahren, mit schöner rot leuchtender Kontrolle.
Am nächste Tag im Park geht dann plötzlich alles wieder. Am übernächsten Tag gehts nur zur Hälfte, udn dann wieder ohne Fehl + Tadel.

In solchen Fällen bleibe ich recht digital:
entweder die Lichtmaschine geht oder sie geht nicht. Alle Halbzustände werden ignoriert.
Bald finde ich heraus, dass ein kurzer Gasstoss die Zellen wiederbeleben vermag.
Also, Kupplung treten, bis gerad über 2.000 Umdrehungen hochjubeln, und schon geht diese kleine überflüssige Rot-LED wieder aus.

Eine gute Woche im Park ist zu Ende. Aber die beiden südlichen Grenzübergänge nach Namibia sind geschlossen. Corona! Warum auch immer das eine Begründung sein kann.
Umweg rund 500Km. Aber was heisst das schon in Afrika.
Hier ein Wegweiser beispielsweise aus dem Park …

Wegweiser im Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark, alle Camps liegen IM Park.
Die Sackgasse ist 300Km lang, der einzige Weg führt wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Da sind mal schnell 1.000Km leicht im Park nur so herumgecruist.
In einer Woche, versteht sich.

Also gehts dann auch direkt nach Upington hinein, nochmal zum vorzüglichen Steakhouse.
Genau zur Stadteinfahrt nach Sonnenuntergang geht dann garnichts mehr.
Nichtmal das Fahrlicht aus der Batterie.
Was ein Glück das ich in Afrika bin, da bin ich dann nicht wirklich der einzige Blinde unterwegs.

Am nächsten Morgen bei Küchenarbeiten entdecke ich direkt gegenüber dem Steakhouse die „Hi Tech Auto Eletkries.“
Komisch, ich hab noch nicht mal angefangen einen Spezialisten zu finden, da hat er mich schon gefunden.

Chef + Vize entern den Motorblock, messen, suchen, finden und wägen ab.
Ihr erster Verdacht war auch der meine: die Reglerplatte mit den Kohlen.
Schliesslich ist das gute Teil auch schon über 30 Jahre alt.
Der visuelle Check entdeckt den Fehler nicht.
Neue Kohlen hinein, die Lima auf den hauseigenen Prüfstand …

Ergebnis: Nix.
Immer noch kein Strom.
Bleibt nichts übrig als den Arbeitsverweigerer aufzuschrauben.
Kaum ist das Gehäuse auseinandergenommen weichen die Experten zurück: da hats gebrannt.

Und jetzt?
Reparatur unmöglich.
Da muss eine neue her.
Jetzt kommt das Backoffice dieses Spezialisten zum Zuge.
Es wird telefoniert, im Rechner gesucht, verworfen und weiter gesucht.
Nach kaum 20min. setzt der Cheffe in den Pickup und verschwindet auf Afrikas Strassen.
Wieder 20 min. später ist er zurück,
und hat im Gepäck eine neue Lichtmaschine.
Huch, wo hat er die denn hergezaubert?

Und sie passt wie angegossen.
Leistung (35Ampere, wie gehabt), Anschlüsse, alles wie gehabt. Kein Umbau erforderlich.
Und warum findet man hier in Afrika eine Steyr-Lichtmaschine?

Kein Problem meinen die Herrn. Dies wäre im Original ein sehr verbreiteter Bosch-Typ.
Quasi eine Universal-Lima, für Betonmischer, Minikipper oder GüllePumpen.
Na dann…,
dabei dachte ich der Steyr wäre etwas besonderes …

Boiler, die (un)endliche Geschichte

Ein Boiler bereitet für gewöhnlich kaltes in warmes Wasser auf. Dazu hat er im Wohnmobil ein Separée zugewiesen bekommen und soll hier seinen Dienst geräusch-, geruch- und fehlerlos erledigen. Möglichst jahrelang.
Meiner kommt aus dem Hause Elgena. Ein renommierter Hersteller in München, der gar nichts anderes macht als jeden Tag nur Warmwasser-Boiler herstellen.
Nur mit dem fehlerlos, das hat nicht so richtig geklappt.

Im Sommer 21, also noch in der Heimat, der erste Aussetzer: der Boiler spuckt Wasser. Schweissnähte sind undicht. Ein lokaler Stahlbauer nimmt sich des Boilers an und schweisst nach.

Der erste Versuch war bestimmt gut gemeint, aber ich finde noch neue undichte Stellen.
II.Schweissdurchgang.

Der Steyr tritt seine Schiffsreise an. Ausgeladen wird er in WalvishBay, Namibia.
Zwei Monate geht’s gut dann tropft der Boiler im Januar 22 so sehr, dass das Wasser aus der Klappe nach aussen läuft. Ich hörs vom Wohntisch aus durchs offene Fenster tropfen !
Gottseidank ab ich von Anfang an eine hermetisch zum Innenraum abgeriegelte „Wasserkiste“ vorgesehen. So bleibt der Innenraum von der Flutwelle verschont.

Nach kurzer Recherche in Swakopmund gibt es einen Spezialisten deutscher Abstammung. Willi Rugheimer und sein Sohn nehmen sich des Boilers an. Am nächsten Tag kann ich ihn wieder abholen + einbauen.

Diese Arbeit hat genau 7 Tage gehalten.
Der Boiler tropft. Zurück zu Willi.
Er drückt den Boiler mit Luft ab und kann keine Undichtigkeit entdecken. Ich bau den Boiler noch in der Nacht vor seiner Werkstatt ins Wassernetz des Steyr und siehe da: acht (acht) neue undichte Minilöcher aus denen es tropft, tröpfelt oder regnet, he nachdem. Markierungen helfen in der Werkstatt.

Am nächsten Morgen geht der Boiler wieder zurück. Gegen 12h kommt er repariert wieder heraus zum Steyr. Und geht dort direkt auf den neuen Teststand. Aus Teilen meiner grossen Ersatzteilkiste hab ich zwei längere Schläuche mit Absperrventilen gebaut. Jetzt wird der nackte Boiler nur draussen auf den Campingtisch gesetzt und mit 20 Liter Wasser gefüllt. Druck 2,7bar.
Ergebnis? Immer noch 4 Stellen mit Wasserverlust.

Sofort wieder in die Werkstatt mit dem inkontinenten Teil.
Jetzt nimmt sich der Juniorchef selber dem Teil an. Seine Schweissnähte sehen tatsächlich noch etwas besser aus.
Ergebnis auf dem Teststand: dicht. Wir schreiben den 27.Jan.22
Boiler einbauen, wieder unterwegs im schönen Namibia.
Bis zum 4.Febr..

Am 7.Febr. ist der Wasserverlust schon wieder so gross, das ich den Boiler still legen muss.
Ich bin inzwischen in Windhoek angekommen. Was jetzt ?
Ein paar Telefonanrufe, ein Besuch bei einem grossen Metallbauer in der Hauptstadt.
Nochmal ein Anruf bei den Rugheimers.
Ok, ich fliege in den nächsten Tagen eh für einen Kurzbesuch nach D.
Dann bringe ich den eindeutig kaputten und ungeliebten ELGENA-Boiler jetzt noch schnell nach Swakop, und die Rugheimers bauen mir eine ganz genaue Kopie dieses Boilers. Vollkommen NEU.
Mit Wärmetauscher, E-Heizung, Entleerung usw… In fünf Wochen ist er fertig, dann hole ich ihn ab.
Allerdings: die neue Wandstärke des Edelstahlboilers wächst dann von 0,9mm auf 2mm. Das war von Anfang an der Kritikpunkt von den Rugheimers.

5 Wochen später. Der Boiler ist fertig. Er wiegt eindeutig schwerer als der alte. Das schafft Vertrauen.

Neuerlicher Zeitsprung. Es ist der 20.April 22 geworden.
Der Steyr cruist jetzt durch Süd-Afrika.
Aber irgendwie ist zumindest der Boiler ganz der Alte: er ist undicht.
Im Moment noch so gering, das ich es gut ignorieren kann.
Aber irgendwie geht die wurmhaltige Geschichte weiter, leider …

Do.03Febr22 – Deadvlei


Ein Weltkulturerbe in Namibia, Das Sossusvlei ist eine Sackgasse. Der Fluss Tsauchab entwässert die Namib-Naukluft, und wendet sich nach Westen zum Meer. Die letzten hundert Kilometer muss der Fluss allerdings durch die Wüste. Es ist heiss und grosse Dünnen versperren den Weg.
So schafft es der Tsauchab seit Menschengedenken nicht auch nur in die Nähe des Meeres zu kommen. Ein Teil versickert, der grösste Teil verdunstet auf schon dem Weg.

Deadvlei

Das Deadvlei (Teil des Sossusvlei) im Süden erkennt man von weitem an den Salzablagerungen. Viele abgestorbene Bäume schaffen einen riesigen Platz mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

Die Gegend ist sicher etwas gespenstischer als sonst, denn es gibt überhaupt keinen einzigen weiteren Touristen an diesem Nachmittag.
Die Sonne nähert sich langsam dem Horizont, bestes Photolicht.

Die Fussrunde ist anstrengend. Immerhin gehören die Dünen hier mit 350m zu den höchsten der Welt. Ich schaffe mal gerad 50Meter. Aber die Blicke entschädigen ganz leicht…

Mo.31Jan22 – Geparden am Solitaire Roadhouse

SOLITAIRE ist für alle NamibienReisende ein Muss. Dieses Rasthaus ist seit sehr vielen Jahren für seinen Apfelkuchen berühmt. Tanken geht natürlich hier auch. Die Campsite gleich nebenan bietet sogar ganz guten Luxus. Die Lodge war geschlossen, mitsamt dem Pool.
Vor einiger Zeit hat der Eigentümer gewechselt, der Apfelkuchen geht seitdem so.

In den Wirrungen des Besitzwechsels hätte man beinahe eine Gepardenmutter mit fünf Jungen auf dem riesigen Grundstück vergessen. Sie wurden nur ab und an gefüttert, denn für die wilde Jagd draussen waren sie schon zu unerfahren. Also hat der neue Pächter eine grosses Areal diesen inzwischen gar nicht mehr so jungen Tieren spendiert und kümmert sich rührend um die Bande.

Das gibt die Chance hier am Solitaire mit einem Ausflug von wenigen hundert Metern sehr nah an die fünf plus eins heranzukommen.
Ideal für einen spontanen Phototermin.