Mo.6.Dez21 – Erongo

Von Astrid + Rolf verabschieden wir uns, sie wollen weiter in den Caprivi-Streifen. Bei unserem aktuellen Tempo brauchen wir dafür locker einen Monat, wie gut das wir dahin erst gar nicht wollen.

Etappenziel ist heute der Erongo, ein Gebirgszug nordöstlich von der Spitzkoppe. In der Karte sind schnell ein paar sehr kleine Neben-Neben-Wege entdeckt.

Von Rolf+Astrid bekamen wir noch den Tipp das Bushcamp „Omandumba“ ansteuern zu können. Einzigartig gelegen und in bester Betreuung von Joe. Na dann..

Allein die Anfahrt schon mitten hinein in die Berge wird spannend. Durch das Elephant Gate gelangen wir in den „Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust“, eine private Initiative, die das Gebiet des Erongo in seiner natürlichen Beschaffenheit bewahren will. Klingt gut und stellt sich auch als gut heraus. Der Eintritt ist frei, nur das Kennzeichen der Fahrzeuge wird notiert.

Joe der Manager des Omandumba lädt uns ein mit dem Safaribus die schönsten Stellplätze vorab mal anzuschauen, bevor wir vielleicht mit unseren Trucks auf den schmalen Wegen stecken bleiben. Die erste Tour mit dem in Afrika üblichen Tourbus. Der Ausblick ist grossartig, die ersten Steinböcke schnell gesichtet.

Und wir können Joe gut beruhigen, das ist für unsere Fahrzeuge kein Problem,
den besten Platz steuern wir an: „The Cave“.

„The Cave“, weil dort in eine Felsenhöhle eine kleine Unterkunft hinein gebaut wurde. Die schicke Unterkunft brauchen wir nicht, aber der Stellplatz auf der Anhöhe davor reicht für einen wunderbaren Blick über die Steppe im Vordergrund und die Erongo-Berge im Hintergrund.

Zum Abendessen gibt’s Fleisch. Nicht ganz untypisch für diese Gegend, und von uns hoch geschätzt. Das Lagerfeuer ist schnell in Flammen, der Himmel weicht dem Sternenbild, die Savanne leuchtet noch kurz mal in sanft-rot auf.
Afrika so lieben wir es…

Am nächsten Tag faulenzen wir in den Tag hinein. Bestes Wetter, wie immer, eine tolle Fernsicht,

und abends holt uns Joe mit dem Safaribus zum Gamedrive ab.
Gamedrive nennen sie hier die Pirschfahrten mit Photokamera. Der Fahrer kennt die besten Plätze, die Besucher haben ihre Kameras im Anschlag. Das ist schon etwas luxuriös das wir die einzigen Gäste im Tourbus und auch in der ganzen Campsite sind. Da sind alle Plätze in den ersten Reihen immer frei.

Heute lässt sich das „Game“ recht zögerlich blicken. Eine Gruppe Giraffen ist zunächst über die paar Touris überrascht.
Nur wenig lassen sie sich von ihrem Futterkurs abbringen.

Gleich anschliessend geht’s noch weiter zum Lieblingsblick von Joe für den Abend.
Die Sonne geht gleich ganz hinten unter. Er macht ne Flasche Gin auf und mischt mit Tonic.
Ich glaube so etwas nennt man hier in Afrika einen „Sundowner“,
ich könnt mich dran gewöhnen