Do, 25.Nov.21 – Ausschiffung in WalvishBay, Namibia

Drei Wochen auf irgendeine App nachschauen, ob denn der Kahn wirklich näher und näher nach Afrika kommt, diese Zeit hat jetzt ein Ende.

Unser Agent meldet am Do morgen das die beiden Trucks gegen 2.30h nachts aus dem Bauch der GreyFox wieder das Nachtlicht erblickt haben. Jetzt müssen wir sie nur noch finden.

Eddi hat für uns ein Permit fürs Hafengelände besorgt und so cruisen wir das weiträumige Gelände ab (08.00h).

Parken sie am Schiff? Fehlanzeige?

Zwischen den Containern? Da auch nicht.

Dann gibt es ganz hinten noch ein Gelände für die ausrangierten Trucks aus den USA? Ja, tatsächlich, von weitem erkenne ich den Steyr. Er parkt friedlich neben dem Unimog von Rene.

Normalerweise könnten wir so ab 15 bis 16h damit rechnen sie anlassen zu dürfen. Aber Eddi kennt seine Pappenheimer. Wir wollen so schnell wie möglich. Bedeutet, das wir die ganzen  Prozedere nicht abwarten wollen, sondern quer in die Bürokratie der Logistiker einsteigen werden. Das führt sofort zu Komplikationen. Keiner weiss was. Alle Papiere sind quer über alle Büros verstreut. Aber mit Eddi haben wir einen ganz Penetranten erwischt.

Die junge Dame von den Customs will die Fahrgestellnummern vergleichen. Das Büro der Reederei will die Papiere abstempeln. Die Hafenbehörde will wissen ob alle Gebühren bezahlt sind. Und wieder ein paar bunte Stempel auf noch mehr bekritzelte Papiere. Erstaunlich wie viel Handarbeit hier noch abgeht.
Gescannt wird hier nur das eigene Gesicht in den Glasscheiben der Büroräume.
Hauptsache die Frisur sitzt.

Selbst in der kleinsten Hütte sitzt ein Mitarbeiter einer ganz wichtigen Unterbehörde und will alles ganz genau wissen …,
aber Eddi beschwichtigt sie alle.

Beim grössten Problem können wir dann blitzschnell mithelfen. Der Offizer schüttet einen grossen Sack Autoschlüssel auf den Tresen. Sie werden erst später schön sortiert, aber wir dürfen jetzt schonmal einen Griff in die Wundertüte machen. Nein, bitte kein US-Truck, der eigene ist schon der goldrichtige.

Wieder zurück zu den zwei Halbstarken (Fahrzeugen).
Schlüssel rein, kurze Umdrehung, und der grobkörnige Feinstaub macht sich in afrikanischer Luft breit.
Herrlich und gut zu hören. (12.30h)

Bei der Ausfahrt noch mal ein Stopp, wieder Papiere, Fahrgestellnummern

und Daumen hoch nicht vergessen.

Wir sind frei …

Frei für Afrika …

Los geht’s.