Fr.26.Nov21 – in die Wüste

Bevor hier irgendeine Tour geplant wird, gehts erstmal ans Flüchten.
Endlich in die Wildnis raus, Schotter unter die Räder bekommen.

Von Swakop gehts nach Osten. Wir haben in den Karten einen Track gesehen, der deutlich mit dem Zusatz „only 4×4“ gekennzeichnet ist. Der Unimog ist sowieso das erste mal in seinem Leben überhaupt runter vom Asphalt unterwegs.
Das wird auch mal Zeit …
Na dann mal los.

30Km weiter gehts in eine Mondlandschaft vom Feinsten. Wenige Fahrspuren zeigen den Maintrack.
Überall Ruhe und einfach nichts.

Ein paar Felsplatten müssen überwunden werden,
ein paar Steilstrecken in Untersetzung erklommen werden.

Am nächsten Tag gehts im grossen Bogen weiter. Landschaft wie vom anderen Stern,
riesige wüstenähnliche Ebenen,
und dann ein Schild …
Wie gut das wir von der anderen Seite gekommen sind, da gabs keine Hinweise…
Die Minen im Westen wollen wohl ungestört bleiben …

Nächstes Ziel die Blutkoppe.
Eine unbewirtschaftete Campsite im Dorros NationalPark.
Wir haben die freie Auswahl, alle Campsites sind leer.

„Blutkoppe“, der Name soll die Rotfärbung beschreiben, vor allem wenn die Sonne am Horizont versinkt.

Am dritten Tag versperren immer wieder Gatter den Weg, die meisten sollen verhindern dass Tiere die Farm einfach so wechseln können.
Allerdings hab ich nicht die geringste Vorstellung wie hier irgendein Tier leben kann.

Pflanzen kommen hier ebenfalls recht selten vor.
Nur die „Welwitschia“ hat sich den Bedingungen anpassen können.
Diese zweiblättrigen Pflanzen können mehrere hundert (!) Jahre alt werden. Das Wurzelwerk breitet sich in einem Radius von 15 Metern aus. Jede einzelne Wurzel auf der Suche nach ein bisserl Feuchtigkeit.