11.Jan. – Nordsee

Ich war ja schon länger nicht mehr hier,
und das geht ja garnicht …

Die freien Tage in den nächsten Monaten werden knapp,
also noch schnell mal ans sehr naheliegende Meer nach Domburg
…draussen tobt der Sturm,
und die Brandung schlägt vor meinen Füssen auf den Strand.

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vielleicht heute doch lieber so etwas zum Segeln ???

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Wie schön dass es hier so coole Strandbuden gibt…
denn da wärs mir gerad arg kabbelig …

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25.Jan – Marokko-Garten „Anima“

Der hohe Atlas präsentiert sich im Januar noch mit einer dichten Schneedecke.

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In der tief stehenden Sonne, südöstlich der Stadt, zeigt ein besonderes Eingangstor den Weg …

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Deswegen bin ich extra in diese Gegend gekommen,
um den neuen Phantasiegarten des Künstlers Andre Heller zu besuchen …

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und ganz … demnächst wird es darüber auch einen Filmclip geben …

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28.Jan. – Marokko-der Hohe Atlas

Weiter gehts in das Ourikatal, ganz nah an den Hohen Atlas heran.

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Nach der dritten Abzweigung sind andere Touris verschwunden,
dabei ist die Strasse wunderbar zu fahren.

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Unten in den Dörfern scheint Feierabend zus ein,
jedenfalls kommen einige sehr bevölkerte LKWs entgegen.

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Kurz vor der letzten Ausfahrt aus dem dritten Tal verpasse ich einen klitzekleinen Abzweig.
Mein Navi meint das der Pfad alsbald auf die Hauptstrecke wieder zurück findet,
aber da hab ich die Rechnung ohne diese mittelgrosse Furt gemacht.

Absaufend bleibt der kleine Mietwagen im Flussbett hoffnungslos hängen.

Hoffnungslos, wenn da nicht zwei liebenswerte Araber des Weges kämen.
Ohne viel Worte ziehen sie sich Schuhe + Strümpfe aus,
schaufeln flugs etliche Steine beiseite,
um dann ebenso beherzt dem kleinen Schwarzen unter die Stossstange zu greifen,
und ihn kräftig zurück aufs Trockene zu schieben.
Das war mal richtig knapp,
und ändert meine Reiseüberlegung für den Sommer 2017 …

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29.Jan. – Marokko-lecker

Tütensuppen, Konservendosen, Gefrierfleisch ???   Fehlanzeige !

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Allein die Gewürzmärkte hier im Norden Afrikas,
wenn ich da an die MiniDosenständer unserer Supermärkte nur denke,
dann weiss ich schnell wer hier „arm“ ist, an Esskultur …

Alles frisch zubereitet in der -> Tanjine,
diesem arabischen Dampfkochtopf.
Gemüse, Fleisch, alles im eigenen Dampf geschmort, wunderbar lecker.

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Selbst das Frühstück gibts am Strassenrand, mmhhh …

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29.Jan. – Marokko-Shopping

Gerade auch Marrakesch ist eine gute Adresse für Powershopper.

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Die Medina reicht für ne ganze Woche, auch wenn sich die Geschäfte ständig wiederholen …

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In den Seitengassen gehts es dann mehr um den Bedarf der Einheimischen …

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Und wer dann sogar ganz genau hinschaut, der entdeckt den Nebenhandel …,
z.B. mit einzelnen Zigaretten auf der Strasse …

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Mit hat es diese Haustankstelle angetan, es darf halt nix daneben gehen …

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10.März – in die Provinz Bihar

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Willkommen in Indien, in der Provinz Bihar, im Nordosten von Indien, gleich an der Grenze zu Nepal.

Einfach hinkommen ist nicht, drei Flugzeuge, zwei Zwischen-Übernachtungen und mehr als 12h Autofahrt sind nötig.
Ziel ist Nirmali, ein kleines Städtchen inmitten des Überschwemmungsgebietes.

Der Dreh ist wie immer bestens vorbereitet: Fahrzeuge vor Ort mit Fahrer, Übersetzer, und auch die Protagonisten sind bereits informiert und haben den Filmaufnahmen zugestimmt.

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In dieser Doku gehts um Kinderarbeit in den Ziegelfabriken der Gegend.

10.März – „no drugs …“

Abends im Hotel angekommen setzen wir uns noch zusammen für einen Absacker.
Ich frage nach einem Bier, schliesslich weiss ich schon von einigen Touren nach Indien, dass es hier durchaus sehr gute Bierbrauer gibt …

Meine Frage lässt die Augenbrauen meiner indischen Tischnachbarn nur kurz aufzucken …
was hab ich da gefragt … !!!

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Dann bekomm ich eine kurze Erklärung.:
Vor den letzten Wahlen haben sich besonders Frauengruppen lautstark hervorgetan, die sich über die ausufernden Trinksitten vor allem der männlichen Bevölkerung mokiert haben. Das hat eine der kleineren Parteien aufgegriffen und diesen Frauen ein Alkoholverbot versprochen.
Und … was ist passiert …?

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Diese Partei ist gewählt worden, und sie haben ihr Wahlversprechen schnell umgesetzt.
Bedeutet absolutes Alkhololverbot in der gesamten Provinz Bihar, also für rund 110 Millionen Einwohner.
Selbst in den christlichen Messen ist der Messwein verboten.
Basta.
Und das gilt ja dann sowieso für mein Feierabendbier.
Basta.

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Allerdings sind die Politiker in Bihar auch direkt noch nen Schritt weiter gegangen.
Rauchverbot gibts in der gesamten Privinz.
Keine Zigaretten, keine Zigarollos, keine Pfeifen, rein garnix.
Keine Raucherbereiche, nichts, nadda ….
Wer zu Hause raucht und dabei erwischt wird, hat auch schlechte Karten.

Ok, das find ich mal ne gute Idee !!!!!

12.März – Kinder arbeiten in Ziegeleien

Ich reportiere auf dieser Reise über arbeitende Kinder in Ziegelfabriken.

Diese Ziegeleien gibt es vor allem rund um Nirmali, ganz nah an der nepalesischen Grenze.

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Für die Besitzer der Ziegeleien sind Kinder billige Arbeitskräfte.
Sie formen aus dem feuchten Lehm mit einer Holzform die Ziegel. Die Jüngsten sind gerade mal 6 Jahre alt.

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1.000 Stück sollen sie jeden Tag schaffen.
Dafür gibt es umgerechnet 6,50€. Ein Betrag, der der Familie sehr zu gute kommt.
Meist haben sie mehr als 5 Kinder und die wollen alle ernährt werden.
Da muss jeder möglichst schon in frühen Lebenjahren mit zu beitragen.
Die Schulausbildung steht da nicht an erster Stelle im Lebensplan.

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