Sa.10Sept22 – Quicama Nat.Park

auch geschrieben wie Kissama NP.
Viele National Parks hat Angola nicht zu bieten. Und haben in Zeiten des Bürgerkrieges (bis 2002) in Angola ihre TIerbestände komplett verloren, an Wildererer der einfach an den Hunger der benachbarten Dörfer.

Der Kissama Nat.Park liegt direkt vor den Türen der Hauptstadt Luandas, vielleicht ist er deshalb weitestgehend wieder hergestellt. Noch in den letzten Tagen des Bürgerkrieges wurde das Hilfsprojekt „Operation Noah’s Ark“ gestartet. Mit Flugzeugen wurde aus Überbeständen Elefanten, Giraffen, Zebras und andere aus Botswana + Namibia herangeflogen.
Da will ich doch mal selber nachschauen wie die sich hier eingelebt haben …

Dazu heisst es erst einmal das Fahrzeug zu wechseln …
Na gut, dann eben mal Unimog fahren …

Der Fahrer versteht sein Handwerk.
Er kann ja nicht dafür, dass beim Unimog nur dann die Differentiale gesperrt werden können, wenn man in der Geländeuntersetzung unterwegs ist.
Und die Untersetzung ist unserem Fahrer definitiv viiieeel zu langsam.
Also fliegen wir mit hoch aufheulendem Motor über Stöcke + Steine.
Die Herrschaften Tiere scheinen es gewöhnt zu sein, ist ja auch immer derselbe heilende Unimog …

Viel los ist im Park nicht. Er hatte seit 2017 einen leidlich guten Pächter, und dann kam Corona.
Iwan hat jetzt alles neu an den Start gebracht. Ein tausendsassa in Sachen Orga und Qualitätsmanagement.
Abends wirft er höchstpersönlich den Grill für die Mannschaft an. Der Auftakt für die beste aller Saison die Kissama je gesehen haben soll.
Es gibt RedSnapper und dünn geschnittenes Lammfleisch („Picahana), traumhaft köstlich,
serviert von Iwan, der eigens dazu sein MeisterKOchOutfit angezigen hat.

D kann man Iwan nur das Beste wünschen.
Vielleicht findet dann sogar mal einer die Elefanten im Park…

Garnicht schrecklich, dieser Iwan.
Mit ein bisschen Glück und vielen Besuchern
geht es ab nächster Woche schon steil bergauf mit dem KIssama NatPark.

Diese Besucher warten natürlich auch …
und wagen schonmal einen Einblick in diese komische grosse graue Kiste.
Wozu eine Dachklappe auch gut sein kann ….

Fr.09Sept22 – Muxima Downtown (VII)

Nach all dem Grünzeug in Angola ist das mal wieder hier ein richtiges Städtchen.
Wo Wallfahrten im Gange sind darf das Geschäft nicht fehlen.
Draussen haben allerlei Marktfrauen ihr Zeugs ausgebreitet.

Angola ist reich mit Flüssen + dem lebensspendenden Wasser.
Jeder baut irgendetwas an, für sich selbst und für den Markt zum Verkauf.
Aber der Fluss dient auch dem Nahverkehr.
Einige Pilgergruppen kommen in Langbooten daher.

Es ist ja viel einfacher die dreckige Wäsche zum Wasser als das Wasser zur Wäsche zu bringen.
Und nen kleinen Schnack gibts noch dazu.
Waschplatz am Fluss.
Hoffen wir dass das Wasser noch sauberer ist als die Wäsche …

Fr.09Sept22 – The Pilgrim Way (VI)

Muxima hat eine bedeutende Wallfahrtskirche.
Und Wallfahrt ist auch gerade.
Achso, daher die langsame Annäherung mit dem Steyr, es geht um Meditation.
Sehr gut.

Das Städtchen liegt malerisch am grössten Fluss Angolas, dem Kwanza.
Nach diesem Fluss ist sogar die Landeswährung benannt.

Wie häufig ist diese Kirche der heiligen Maria gewidmet.
Kann man ja auch gut erkennen …

Innen wimmelt es auch von Marias … Josephs sind eher draussen zu finden …

Do.08Sep22 – bis Muxima (V)

Die ersten Kilometer sind wirklich easy.
Die Bäume rechts + links halten einen ungewöhnlichen Abstand.
Das kann aber jetzt wirklich nicht am Officer liegen.
Auf dem sandigen Untergrund sind gut 30km/h und manchmal auch mehr möglich.

100 Km bleiben einfach 100Km. Statt der angekündigten 3 bis 4h brauchen wir gut 7h.
Find ich jetzt garnicht soooo schlecht. Nur der Officer wird die letzten Kilometer immer unruhiger.

Ankunft in Muxima. Es ist schon Nacht.
Alle wissen hier Bescheid, der Steyr MUSS direkt vor der Wache für die Nacht einparken.

Polizei-Hauptwache in Muxima

Es ist wie häufig im entfernten Ausland: der schlecht gekleideste ist der Oberste.
Diesmal in Jogginghose + Addidas Jacke.
Vielleicht trägt er seine Streifen auf die Brust geheftet, ich kann jedenfalls keine Erkennen.
Allerdings sind die Umstehenden sehr ehrerbietig.
Die Einstreifigen nehmen alle Personalien auf, handschriftlich landen die Angaben auf einem Zettel.
Der Officer bleibt weiter zuständig, für die persönliche Sicherheit, diesmal in Muxima.
Garnicht so einfach da noch ne Runde durchs Dorf zu machen. Es könnte ja noch etwas Essbares aufzutreiben ein.

Nur ein Cola gibts noch im Angebot, die anderen sind auch schon Schlafen.
Ja, ich weiss, es lebt sich in Afrika mit dem Sonnengang.
Gute Nacht.

Das waren jetzt gut drei Tage für 170 Km.
Richtiges Outback,
und ich möchte keinen Meter missen.
Angola hält noch mehr solche Tracks für den Steyr bereit, und auch noch längere,
davon später.

Do.08Sept22 – die „Rettung“ ?? (IV)

So hatte ich es mir in etwa gedacht. Mit den ersten Lichtstrahlen geht das Treiben im nahen Dorf los. Kinder lachen, Menschen reden miteinander, und die ersten laufen auch am Steyr vorbei.
Zeit für den ersten Kaffee, sonst gehts noch ohne in den Tag.

Ein Moped fährt vorbei, ein zweites hält direkt neben dem Steyr an.
Na gut, dann geht jetzt eben auch hier der Tag los.
Energisches Klopfen an der Türe.
Das mit dem Kaffee war ne gute Idee, denn jetzt gibt es erstmal keinen mehr.

Die Buschtrommel hat funktioniert, und die Geschichte mit dem Weissen im grossen Auto bis zur nächsten Polizeistation getragen. Da wurde dann dieser Officer ausgeguckt, der jetzt am Steyr steht und ein paar Fragen hat.
Allerdings kann er kein englisch + ich kein portugiesisch.

Er ist zwar als Beifahrer mit dem Moped gekommen, aber jetzt will er ganz klar IM Steyr mitfahren.
Schliesslich kennt er sich hier alleine tiptop aus.
Und das ich mich NICHT auskenne kann man ja klar erkennen,
das ich wie ein Ufo vom anderen Stern in diesen Jungle ganz sicher nicht hineinpasse.
Widerstand zwecklos, immerhin steht da die Staatsgewalt.

Ich hatte heute morgen schon direkt nach dem Aufwachen tatsächlich Zweifel bekommen, ob dies die richtige Art sein kann mit dem Steyr zu Reisen. Bis zu diesem Bananenfeld hier hab ich mich in gut 2 1/2 Fahrtagen durch 70Km heftigste Piste gewühlt. Bis zu meinem Ziel Muxima sind es mindestens noch weitere 100 Kilometer. Wenn die Piste nicht besser wird, dann sind dafür noch mindestens vier weitere, recht unlustige Fahrtage nötig.

Umdrehen ist ja nie eine Schande, sondern oft genug Zeichen von Vernunft. Wieso also nicht mal „vernünftig“ sein, hatte ich wach im morgendlichen Bett schon gedacht. Letztendlich wurde mir klar, das ich hier eine belastbare Auskunft über den Strassenzustand nach Muxima bekommen muss. Und fällt die schlecht, oder vage aus, oder ich kann keine Auskunft bekommen, dann lieber umdrehen.

Auf Nachfrage scheint der Officer auf seiner Polizeistation in Muxima nachfragen zu wollen, wie der Zustand der Piste ist. Also ein ganz besonders guter Grund den Officer ins Fahrerhaus zu laden.
Gesagt getan.


Wir fahren durch kleine + kleinste Dörfer. aber der Officer kennt sie alle. Er gefällt sich gut in der Rolle des Staatstragenden, grüsst wie die „Queen vom Busch“ winkend aus dem Fenster.
Alle jungen Mädels heissen hier wohl „Viktoria“. In jedem Dorf guckt er sich eine aus, winkt sie heran, und berichtet stolz von oben aus dem Steyr herab.

Der Weg ist das Ziel, aber den Weg muss der Steyr sich erst noch bahnen.
Der Trampelpfad ist eng, der Weg schlängelt sich entlang des Rivers.
Es sind jetzt keine stacheligen Akazienbäume mehr die viel zu nah am Weg stehen. Jetzt sind es Bananenstauden, und die streicheln den Steyr mehr als das sie ihn verkratzen wollen.

Der Weg gabelt sich. Das Navi meint rechts, der Officer meint links.
Nach wenigen hundert Metern ist er sich nicht mehr sicher. Auf mich hört ja hier keiner.
Ein Mann kommt entgegen, er ist sich auch nicht sicher, aber ja, einfach weiter fahren.

Für die 13Km bis zur Polizeistation brauchen wir gute 3 Stunden.
Immerhin kommen wir an.

Grosses Hallo. Jeder weiss hier schon Bescheid.
Der Dorfschulleiter ist heran geholt worden. Ein sympathischer Kerl der mit gutem englisch weiter hilft.

Polizeistation im tiefsten Jungle: Mumbondo

Stühle werden heraus geholt. Der Reisepass wird sorgfältig mehrfach abgeschrieben. Man telefoniert mit der nächsten oberen Polizeibehörde.

Der Steyr parkt neben einer kleineren runden Hütte ohne Seitenwände.
Auf dem Tisch in der Mitte steht ein Tastentelefon.
Eine junge Dame bemüht sich irgendeine Verbindung ins Jenseits herzustellen.
Rundherum sind einige Stühle besetzt. Das ist wohl die Wartezone.
Das wird dann wohl eine quasi öffentliche Telefonzelle sein.
Die einzige Möglichkeit irgendwie aus dieser Gegend nach draussen Kontakt herzustellen.
Ich ahne, das ich hier an einem sehr abgelegenen Posten angekommen bin.

Die Strecke nach Muxima wird vom Dorfschullehrer als gut bezeichnet.
Je nach Fahrer wären die 100Km in 3 bis 4 Stunden zu schaffen.
Hurra, das ist genau die Aufmunterung für die ich hergekommen bin.
Kein Umdrehen, der Weg geht weiter,
auf nach Muxima.
Kann ich denn bitte den Pass wiederhaben ?

Einen Moment, übersetzt der Dorfschullehrer…

… der Officer würde gerade noch mit seinem OberCheffe in Muxima Rücksprache nehmen …

Der kommt nach wenigen Minuten fröhlich aus dem Haus und verkündet das er den hoch offiziellen Auftrag habe den Steyr samt Crew ins 100 Kilometer entfernte Muxima zu begleiten. Denn Sicher wäre ja nun mal SICHER.

Oh nein.
Die Navigation ist doch nun mal garkein Problem, alle Tabletts und Handys kennen sich bestens aus.
Schliesslich hab ich ja auch bisher fast alles gefunden.
Und wenn die Strasse prima ist, dann gibt es ja auch nun mal garkein Problem….
Der Officer winkt ab.
Er hat ja jetzt einen dienstlichen Auftrag den es zu erfüllen gilt, bei seiner Polizistenehre.
Und ausserdem …., es geht ja garnicht um die Navigation…
Es geht um all die Schurken und Banditos die auf dem Weg nur nach einem grossen Steyr lauern,
um den dann kurzerhand auszuplündern und ins jenseits zu schicken.

Und überhaupt.
Durch diesen Trip kann er all seine Kollegen und Kumpels nach langer Zeit mal wieder so richtig wieder in die Arme schliessen und stundenlang rumklönen.
Wie er allerdings dann wieder zurück kommen will, das kann hier auch keiner sagen. Egal.
der Officer kommt jetzt mit. Basta.

Mi.07Sept22 – Bananenplatz (III)

Garnicht einfach hier nen Üplatz zu finden.
Direkt neben der Piste beginnt der Dschungel.

Die Nähe zum Fluss „Rio Longa“ wird spürbar, das Grünzeug schiesst aus jeder freien Ecke.
Es wird dunkel,
und dann wird es fast chancenlos einen Schlafplatz zu finden,
und es wird früh dunkel im Sept. in Angola. Gegen 18h ist das Licht aus.

Direkt hinter einem sehr kniffligen, hügeligen, und heftig zugewachsenen Waldstück geht eine Lichtung auf.
Jetzt ist Schluss für heute.
Der Steyr rollt auf eine eine kleine Bananenplantage mitten im Wald.

Von weitem sind Stimmen zu hören. Sie kommen näher.
Dummerweise hab ich sehr nah an einer kleinen Siedlung gehalten.
Wahrscheinlich eine grössere Familie, die hier ihre Hütten neben dem River gebaut haben.
Zum Weiterfahren ist es jetzt zu spät.
Ein, zwei Männer trauen sich näher zu kommen.
Ob wir Hilfe bräuchten …, wir sollten doch ins Dorf kommen und dort für die Nacht parken …
Nein Danke, wir haben alles an Bord, brauchen nix,
und wenn wir dürfen,… dann bleiben wir für die Nacht auch gerne genau hier…
Klar dürfen wir …

Die Herrschaften gehen selbst nach Hause.
Mit Einbruch der Dunkelheit beruhigt sich das ganze Leben,

aber

es geht auch mit den ersten Sonnenstrahlen gleich wieder los.

Mi.07Sept22 – im Outback (II)

Die Nacht war ruhig. Die Feuer sind weiter gezogen, in die andere Richtung.
Sternenhimmel war gigantisch. Auch eine Art (Sternen)-Feuer, aber schon weit weg, am Himmel.

Abends kam dann tatsächlich ein Unimog noch des Weges.
Er hat mich für verrückt erklärt auf diesen Wegen nach Muxima fahren zu wollen.
Er zeigt den gaaaanz äusseren Bogen um dieses Outback herum.
Ich zucke mit den Schultern. Er fährt sicher gegen Geld, ich nicht.

Kleinere Dörfer hab ich passiert, jetzt kommen nur noch wenige, und noch kleinere Höfe.
Man kann es an der Breite der Piste erkennen …

Die Orientierung ist nicht schwierig.
Die Karte im Tablett (Organic Maps, basierend au den OpenSource Karten)
hat selbst diese „Wegelchen“ alle verzeichnet.

Na, ob der Steyr DA durch passt … ???

Ja, er passt durch, aber es braucht schon etwas trickreiche Kurbeli …
man schaue nur auf die Radstellung …

So einem prächtigen Baobab darf man ja auch nicht mit der Säge zuleibe rücken.
Bei den kleinen Zweigen und armdicken Ästen ist das durchaus schon mal nötig.

Hier mal die ganze Baobab-Kolonie im Photo.

In Namibia ist jeder Baum dieser Sorte in der Karte ausdrücklich eingezeichnet.
Hier in Angola ist es der Normalo-Baum,
und jeder wirkt wie ein alter Gesell‘,
der alle Wirren der Menschheit schon locker überstanden hat.
Manchmal reden sie sogar miteinander.
Meist machen sie sich da über uns nur lustig.
Recht so …

Tagesbilanz am zweiten, diesmal vollen Fahrtag im Outback:

25,1 Km in 5,5 FahrStunden harte Arbeit ! , macht einen Schnitt von 5,3 Km je Stunde.
Also ungefähr die Geschwindigkeit eines Spaziergängers.
Ha, da ist der Steyr ganz klar im Vorteil !!!
schliesslich führt der Dusche, Bett + Kühlschrank bei diesem Tempo noch mit sich.

Di.06Sept22 – im Outback (I)

So ein 4×4 Steyr geht ja durch dick + dünn. Deshalb hab ich ihn ja.
„Dünn“ meint eher die zügige Landstrasse,
„Dick“ meint eher wenns mal drauf ankommt,
also auf die Gelände- und Langsam Fahreigenschaften.

20 Vorwärtsgänge, 2 Rückwärtsgänge, 3 zuschaltbare Diff.Sperren, eine beruhigende Bodenfreiheit …
Da bin ich immer mal ganz scharf drauf auch eine genau dazu passende Strecke zu finden.
Nicht so leicht, wenn man sich nicht auskennt, wie ich in Angola.

idyllisch und sehr ruhig, ÜPlatz am Stausee Cambambe

Südlich des Stausees bei Cambambe ist es soweit.
Von der EN120 gibt es eine klitzekleine Möglichkeit sich nach Westen in Richtung des National Parks Quicama duchzuschlagen.
Wie gut, dass man ganz vieles eben nicht im voraus weiss, sondern nur hinterher.

Einstieg in den Ausstieg, von der EN120 nach Westen abgebogen, endlich Nebenwege !

Die Breite der Piste ist ideal für den Steyr, da wird kaum ein cm verschenkt. Erstklassig.

Allerdings, das bleibt dann nicht so.
Das beliebteste Verkehrsmittel zu den abgelegenen Dörfern ist das Moped.
Büsche, Gestrüpp, BaumÄste, Spurrillen, alles gerad so das ein Moped durchkommt.

Wie gut das der Steyr sehr stabil gebaut ist. Nur der Lack, der wird zusehends dünner und kratziger.

Ein bisschen blöd das die Brandherde immer näher kommen.
Die Bauern scheinen recht wahllos immer wieder das kleine Geäst, Büsche, und hoch gewachsene Gräser anzuzünden.
Später höre ich das sie das besonders gerne vor Beginn der Regenzeit machen,
dann haben es junge Pflanzen auf den abgebrannten Flecken leichter zu wachsen.

Die Bäume können dann schauen wo sie bleiben, weglaufen gilt nicht.
Und so brennen leider auch viele hochgewachsene, alte Bäume einfach so ab.

Für die Suche nach dem Übernachtungsplatz wird es extrem wichtig sein nicht in der Windrichtung der Feuer zu stehen. Dann bekomm ich die Nacht nämlich garkein Auge zu.
Den Zündschlüssel lass ich besser stecken, dann fällt in der Aufregung zumindest das Suchen danach weg.

ÜPlatz auf einem abgebrannten Gelände. Hier hat jedes neue Feuer kaum Nahrung.

Klar das die Durchschnittsgeschwindigkeit kaum noch der Schreibe wert ist.
Die Bilanz nach dem ersten Fahrstück im Outback:
21,6 Km in 1h17min. also rund 17 km/h, – garnicht so schlecht

Mi.31Aug22 – christlicher Friedhof in Catembula

Gleich gegenüber der Werkstatt von Hussein liegt der städtische Friedhof von Catembula.
Ein Riesengrundstück und Grund genug, mal was anderes zu sehen als Steyr + Werkstatt.
Hinter der Mauer ein kleines Mausoleum. Aber das Dach ist schon länger undicht.

Draussen hunderte Gräber, aber da ist mehr als nur ein Dach undicht.
Die meisten Kreuze sind schon vor langer Zeit einfach umgefallen.
Steinplatten liegen verstreut herum.

Sogar die schweren Abdeckplatten sind auf vielen Grabstätten beiseite geschoben und lassen einen tiefen Blick auf die Gruften zu.
Da sind die Bewohner einfach abgehauen ? Oder was bedeutet das?
Mir kommen Zweifel ob das ein Friedhof sein kann,
für mich sieht es viel mehr aus wie ein Steinbruch …

Später frage ich Hussein, was es mit den leeren Gräbern auf sich hat, und er antwortet sichtlich betrübt, dass die Angolaner in den wirren Kriegszeiten die Gräber geplündert und die Toten gestohlen haben.

Auweija …

So.27Aug22 – Traumreiseland Angola

Der Steyr braucht mal wieder etwas frisches zu trinken.
Die Tankstellen sind sehr modern, akzeptieren fast alle die deutsche VISACard,
und machen durchweg sehr viel Spass.
Das liegt hier dran:

Diese ewige Hatz in D nach dem besten Preis entfällt in Angola einfach (in Namibia auch).
Alle Tankstellen haben denselben Preis. Fertig.

Für die 325 Liter Diesel werden 44.000 Kwanzas fällig.
Kurs zum Euro 430 wären das dann mal umgerechnet 93 Euro !!! Für wohlgemerkt 325 Liter.
Schnell gerechnet ergibt das einen Preis je Liter Diesel von 0,29 €

Da wird Steyr fahren ja sofort zum preiswerten Vergnügen.
In Angola wird immer ganz lässig VOLL getankt.
Ich glaub, ich kann hier noch länger bleiben.