Relais – temperaturgesteuert

Ein kleines und bisher sehr zuverlässiges Helferlein.

Beim Erreichen einer zuvor eingestellten Temperatur wird ein Relaiskontakt wahlweise geöffnet oder geschlossen.

Ich hab dieses Relais für zwei Ventilatoren verbaut, die den Raum hinter und um den Backofen kühlen, wenn der Backofen eingeschaltet wird. Der Backofen selbst ist an sich kein Einbaugerät, deshalb wird es schon schnell heiss auf der Rückseite im Möbelstück, wo er ja eingebaut ist.

Bis zu 50°C konnte ich dort schon messen. Ohne den Einsatz der Ventilatoren wohlgemerkt.

Ein zweites Relais steuert zwei Ventilatoren hinter dem Kühlschrank. Das hilft elektrische Energie sparen. Je kühler der Bereich hinter dem Kühlschrank ist, desto kürzer ist die Einschaltzeit des Kompressors. Und da der Kühlschrank gut ins Möbel eingebaut ist, schaltet das Relais die kühlenden Ventis ein, sobald die Temperatur dort über 30°C steigt. Die TemperaturRelais haben einen PTC-Fühler der an die zu überwachende Stelle montiert wird.

Klappt hervorragend, die Relais haben sehr wenig Eigenverbrauch, und ich hab immer noch ein spannendes Auge auf die Temperaturwerte im Schrank.

Nur einen kleinen Nachteil hab ich mir eingehandelt: Nachts sind die Anzeigen sehr hell. Da such ich mir mal gelegentlich ein Stück Graufolie und klebs über die Sieben-Segment-Anzeigen einfach drüber.

Hersteller

Type: STC-100

Preis am Kauftag: ca. 8 €

Bezugsquelle: Internet

Kochfeld elektrisch

Im Steyr gibts ja praktisch alles elektrisch. Auch das Kochen.
Gerade beim Kochen ist die Power wie kaum sonst gefragt. Das Kochfeld kann locker 3000W aus den Batterien ziehen. Da sollte der Wechselrichter schon mindestens genauso viel packen.
Dank Induktionsfeld sind die Aufheizzeiten wirklich sehr gering. Es braucht ein paar schwere Töpfe allerdings dazu.

Sind Markenartikel ihr Geld wert ?
Der Name Bosch klingt gut. Die Verarbeitung ist tadellos. Die Einbauanleitung easy. Das Induktionsfeld funktioniert ohne Fehl und Tadel. In der Küchen-Arbeitsplatte verschwindet das Feld sehr schön flach. Knöpfe stören keine, denn es gibt Sensorfelder.
Das ist genau der Grund weshalb viele Ausbauer auf andere Bosch-Felder ausgewichen sind: Die Bedienung der Sensortasten ist manchmal etwas hakelig, die Finger zu nass, die Tasten zu bekleckert. Aber dafür kann das Feld nichts.
Blöd ist das man manchmal immer noch in die Bedienungsanleitung schauen muss, beispielsweise wenn die Kindersicherung „willkürlich“ jede weitere Bedienung verweigert.
Aktuell bin ich trotzdem zufrieden, weil manuelle, herausragende Bedienungsknöpfe meinen Augen zu sehr weh tun.
Mal schauen wie lange das Teil seinen Job macht. Ich bin optimistisch.

Es schadet im übrigen nicht wenn die Schublade darunter ein paar Lüftungsschlitze hat. Denn unterhalb des Kochfeldes sitzt ein Ventilator der bei Volllast einiges an frischer Luft haben möchte.
Hab ich nicht dran gedacht. Deshalb steht jetzt gerne schon mal die Besteckschublade auf, wenn’s oben bruzzelt.

Hersteller                       Bosch
Type:                              Induktions – Kochfeld PIB375FB1E
Preis am Kauftag:          350 €, (Nov.2018)
Bezugsquelle:                Bielmeier Haustechnik
www:                             www.bielmeier-hausgeraete.de

Das WC im Haus

Nicht ganz unwichtig für das Wohlbefinden unterwex. Schliesslich ist man als RucksackReisender bei diesem Thema Kummer gewöhnt. Mit dem grossen Reisegefährt soll es daher etwas komfortabler werden.Von der Hype um Trocken-Trenn-Toiletten (TTT) hab ich natürlich auch schon erfahren. Nur verstehen kann ich sie nicht.

Der TTT-Typ hat zwei Entsorgungsprobleme: einmal die Tüte/Eimer für Festes, und zum Zweiten der Behälter für Flüssiges. Dazu muss er immer nach der Nutzung „umrühren“. Andere führen Kokosziegel mit sich. Ameisensäure gegen Urinstein wird auch gerne empfohlen. Der Lüfter in der FesteKiste muss im Übrigen Dauerentlüften und wehe der Ventilator steigt mal wegen eines Defektes aus. Meist macht er das unangemeldet.
Das „Flüssige“ soll ja auch nicht zu oft Kummer machen, also werden Behälter von bis zu 50 Litern (kein Quatsch) für Urin meist unter den Laster gepackt. Frostschutz ade.

Ein bekannter Ausbauer empfiehlt den Entleerungshahn des UrinTanks immer ein bisschen offen zu halten. So erspart man sich das lästige Dumpen der TrockenTrennToilette (was ein Widerspruch), und die Landschaft wird in aller Fahrruhe gleichmässig besprenkelt. Wie sieht eigentlich so ein LKW nach tausenden Kilometern von unten aus ?
Und das Design dieser Throne ? Viele bauen selbst, nehmen Tischlerplatten und Kunststoffteile. Denn die weniger Hersteller bauen doch recht un-designt, und riesengross !

Ich mag mein Zerhacker-WC.
Der Aufbau ist simpel, die Optik völlig akzeptierbar. Der Platzbedarf sehr kompakt. Die Technik seit vielen Jahrzehnten gut entwickelt. Das Sanimarin ist an einen Schwarzwassertank angeschlossen. Fassungsvermögen 130 Liter. Das reicht locker für 2 Wochen/2 Personen. Allerdings dumpen wir in der Praxis sehr viel öfter. Einfach weil die Möglichkeiten zu Dumpen so easy und zahlreich sind. In Ländern wie Griechenland laufen Ziegen + Schafe frei herum. Wenn man da einen Seitenstreifen nimmt, vielleicht sogar mit ein bisschen Gefälle, dann geht’s Dumpen leicht und gut verträglich. Im Übrigen muss ein TTT-Typ ja ebenso Dumpen. Also keine Verbesserung.
Frischwasser ver-braucht mein WC keines, denn gespült wird aus dem Grauwassertank. Das führt dann auch dazu, dass der Grauwassertank nur selten gedumpt werden muss, sein Inhalt landet schliesslich ebenso im Schwarzwassertank.
Kokosziegel, Ameisensäure, bruchfeste Plaste-Tüten, Dauerpinkeln aus’m Laster raus …, entfällt alles, bei meinem Zerhacker-WC, made by Sanimarin.

Hersteller                       Sanimarin
Type:                              SN 35 ST, 24Volt, 300W/24V Leistungsaufnahme
Preis am Kauftag:          400€, neu, war aber nur „Probe gesessen“ , Liste ca. 900 €
Bezugsquelle:                Privatverkauf,

Stoffsammlung

Dank dieser Seite und auch die vielen Kontakte in den letzten Jahre werde ich oft zu Details der von mir verbauten Geräte gefragt.
Ich hab mich entschlossen hier eine Liste mit Typenangaben, Beschaffung und auch einer kritischen Bewertung an den Start zu bringen. Diese Reihe hier wird immer weiter ergänzt. Bin selbst gespannt, was da alles zusammen kommt.

Aussenantenne für (fast) alles

LGMM-7-27-24-58

Hersteller: Panorama
www.panorama-antennas.com
Preis zum Kauftag: ca.185 €, Bezug: www.reichelt.de

Kombinierte Antenne im wetterfesten Gehäuse, geeignet für die Montage auf dem GfK-Dach (das Dach muss für optimale Empfangseigenschaften kein Metalldach sein).
Antennen sind eingebaut: für Mobilfunk (2 Stk.) für den Wlan-Empfang (2x) und für GPS-Signale (1 Stk.)
Aus dem Gehäuse gehen nach unten (in den Aufbau) fünf einzelne Koax-Kabel für den Anschluss an einen Router heraus. Diese Kabel sind sehr kurz (ca.30cm). Das macht Sinn, und diese Kabel sollten auch nicht verlängert werden, um den höchstmöglichen Antennenkabel an den Router zu bringen.
Mein Router sitzt direkt unterhalb der Antenne in einem KüchenOberSchrank.

Nachteil:
nur der Preis, denn diese Antenne ist nicht ganz billig. Aber sehr gute Verarbeitung, wesentlich verbesserter Empfang AUF dem Dach, und sehr widerstandsstark gegen Bäume etc.

Sa, 15.Mai – fortgesetzt Schönes …

Die ersten 45 Tage in Griechenland sind um.
In der Zeit ist das Wetter wärmer geworden,
und oh Wunder, die Gegend nicht belebter.

01.Mai bei Palairos / Festland
05.Mai Antisamos / Kefalonia
13.Mai Beach Ierousalim

Nach drei bis vier Tagen will der Steyr weiter.
Nicht sehr weit, meist so zwischen 12 und 20 Kilometern. Dann winkt die nächste völlig verlassene Bucht und buhlt um die ersten Besucher.
Aber ich will nicht verschweigen das es auch einen Nachteil gibt.
Weil hier nix los ist, haben die Tavernen, die kleinen Bars, die Restaurants allesamt geschlossen.
Zwar kann man sich mit Eigentümern, Handwerkern und Instandsetzern unterhalten, aber die Küche bleibt kalt.
Wie gut das der Steyr ein recht autarkes Mobilheim ist. Und die Mini-Märkte haben schliesslich geöffnet, sogar am 1.Mai.


Sa, 01.Mai 21 — so schöööön kann es sein …

Der Steyr erkundet ja gerade Griechenland.
Nur den Nordwesten, also die Ionischen Inseln.
Und was soll ich schreiben….
hier reiht sich eine feine Bucht an die andere.
Also quasi die hinlänglich beschriebene Perlenkette, Voila …

Ae Giannakes, wunderbar in aller Stille übernachtet
Ormos tou Odyssea — Nach der dritten Nacht schickte der Dorfhäuptling nen Uniformierten vorbei,
der dann meinte es wäre jetzt genug.
War es ja auch.
Cavo di Paradiso — Das war auch eines. ÜPlatz im Wald, vier Schritte bis zur Treppe ins Wasser.
Einzig schade das die kleine Taverne noch geschlossen hatte.
Olivenhain bei Ionio Pelagos — nur wenige Schritte durch die Düne bis ans Meer.
Wie gut das Geräusche nicht laufen müssen,
das Wellenrauschen springt übers Grünzeug direkt bis in die Schlafkoje


Di, 20.April 21 – es regnet …

… und zwar hinein in die Wohnung.

Da meinte ich einmal der Klügere zu ein, und denke:
was ein Aufwand für ein kleines Käbelchen.
Wozu ist denn Sika der legendäre Klebestoff ???

Es geht um das Käbelchen der Rückfahrleuchte hochoben an der Rückfahrkamera.

Hab flugs ein Loch gebohrt, recht passgenau.
Dann die Sikaspritze in Form gebracht und verschwendet was die Kartusche so hergibt. Rundherum und mitten durch.
Motto: das wird sich schon dicht geben ….
Pustekuchen.. siehe oben.
Das nenn ich mal Pfusch am Bau !!!
Jetzt aber richtig …


Da hab ich doch glatt (und nicht zufällig) noch eine Dachdurchführung mit an Bord.
Die wird jetzt ans Tageslicht geholt und sorgfältig mit der neuen Aufgabe betraut: Dicht halten.

Und was soll ich sagen, das Problem ist nachhaltig und nicht endend: erledigt !

Fr,10.April 21 – praktisch fertig

Irgendwie ist es noch eine Testfahrt, aber anderseits ist der Steyr wohl auch praktisch fertig.
Ein guter Zeitpunkt mal ein paar Bilder zu machen …

Die Sitzgruppe mit zwei extralangen Couches. Die kleinen Kissen neben dem Fenster sind komfortable Kopfhalter. Denn auf einer Couch flezzt man bekanntlich, und das bedeutet Füsse hoch, also mit dem Rücken zum Fenster und den Blick zur offenen Türe raus. Oder auch umgekehrt … oder so …

Die Rückenlehne zum Bett wird nur von starken Magneten gehalten, und kann weg gekickt werden …
Damit dürfen auch mal die Füsse aus dem Bett hängen, wo gibts denn so was ….

Weiter vorne der Kühlschrank (CR130 Dometic, er könnte leiser sein …),
darunter Backofen.
Unter dem Tisch kann man den Heizungskörper entdecken.
Und den Subwoofer für den angemessenen Ton !!!

Das Schlafabteil. Mit Längsbetten (1,40m x 2,00m)
Durchgehende Möbelfront oben, allerdings mit auflockernden Trennwänden zwischen den Schränken. Hier wird die massive Bambusplatte sichtbar gemacht.
Keine sichtbaren Möbel-Verschlüsse, die LED-Leuchten verstecken sich hinter den verlängerten Klappen.
Viele Fenster machens hell und gross.
Kaum sichtbar: der Kleiderschrank. Dabei sind es vier Schubladen in voller Tiefe hinter dem Bad links.

Kleiner Trick: die Oberschränke am Bett werden nach hinten immer breiter (von 30cm bis 60cm).
In der Perspektive siehts aber so aus, als seien die Schränke alle ähnlich breit. Genau das lässt die Tiefe des Schlafabteils noch grösser erscheinen. Nicht bewusst für den Betrachter, aber eben ein bisschen tricky …

Die Küche. Arbeitsplatte aus Kunststein. Sie verträgt Säure und Hitze sehr gut.
Kaffeemaschine fest eingebaut, ist ja wichtig …

Blick nach vorne:
Die Türe klappt nach oben und mach den Durchgang nicht schmäler.
Zudem darf sie auch mal während der Fahrt offen/oben bleiben.

Die Rückfahrkamera muss noch montiert werden.
Das geht am besten wenn draussen trocken ist.
Sonne darf auch scheinen, und ein bisschen Platz rundherum wäre fein …

Voila

So, 05.April — Jetzt gehts los

Angekommen in Griechenland.
War recht einfach. Am Fährterminal in Brindisi war das Gedränge gerade auszuhalten.

Sowieso gabs auf der Anfahrt quer durch den gesamten italienischen Stiefel nichts aufregendes. Im Gegenteil: nur 10 gezählte Camper gabs auf beiden Seiten zusammengerechnet. Die gibts sonst hier in 2 Minuten zu sehen.
Den vorhandenen PCR-Test wollte bei der Einreise in Igoumenitsa keiner sehen. Dafür war dann der Schnelltest obligatorisch. Bei sechs Touristen vom ganzen Schiff sind die auch schnell erledigt.

Dann nochmal 14 Km Fahrtstrecke, und wir sind im zuvor gebuchten Campingplatz angekommen. Auch hier ist der Steyr das einzige Fahrzeug weit + breit.

In den nächsten sieben Tage (solange ist die Quarantäne einzuhalten) gibt es noch ein einiges auf der to-do LIste. Ganz ähnlich wie zu Hause, nur eben mit deutlich schöneren Wetter und Wasserbedingungen.