Dump-Ventile

Das ist jetzt mal ein ganz uneingeschränkt positiver Bericht hier. Es geht um die beiden Dump-Ventile für Grau- + Schwarzwasser.

In der ersten Planung hatte ich schon keine Lust auf irgendwelche Schieber- oder Absperrventile für deren Betätigung ich hätte mich unters Auto legen müssen.
Elektrisch sollten sie betätigt werden können.

Damit die flüssige Entsorgung wirklich flüssig vonstatten geht müssen die Durchmesser von Ventile + Leitungen üppig dimensioniert werden.
1-Zoll, also 25mm Innendurchmesser haben sich in meiner Praxis bestens bewährt und sind ausreichend.

Die Strecke vom Tank zum Ventil und dann durch den Boden des Aufbaus hindurch nach aussen sollten so kurz wie irgendmöglich sein.

links der Grauwassertank, und dann direkt das elektrisch angetriebene Ablassventil,
rechts nicht sichtbar der 90° Bogen durch den Aufbauboden nach draussen.

Für den Notfall, wenn aller Strom nicht mehr will, dann muss ich auch dieses Ventile manuell, also von Hand auslösen können. Denn nichts ist blöder ein prall gefüllter Abwassertank der nicht mehr geleert werden kann.

Dazu gibt es das blaue Handrad.
Ein Blick direkt daneben verrät die aktuelle Stellung des Ventils, auf, zu oder irgendetwas dazwischen,

manuelles Handrad mit Blick auf die Ist-Stellung des Ventils

Lieferant www.ventilo.de

Fazit: keine Probleme, alles fine…

Elgena-Boiler Warmwasser

An sich ist die Idee ja gut. Warmes Wasser im Womo, egal wie !

a) durch die Dieselheizung (über den Wärmetauscher im Boiler),
b) durch eine elektrische Heizung im Boiler (230V-660W),
oder
c) durch den Steyr-Motor während der Fahrt (Wärmetauscher zwischen Heizungskreislauf und Motorkühlkreislauf, und dann durch a))

Es soll möglichst viel heisses Wasser hergestellt werden, also die 20-Liter-Variante.
Und der Boiler sollte möglichst stehend eingebaut werden können, damit der knappe Platz in der „Wasserkiste“ optimal genutzt werden kann.

Lösung ?
ein Elgena Nautic-Therm, stehende Ausführung mit E-Patrone UND eingebautem Wärmetauscher (Version ME)

… fertig eingebaut, perfekt platziert zwischen Heizungsverteiler und Wasserfilter.

Das ging so rund 5 Monate Gebrauchszeit im Steyr gut.
Dann nicht mehr …

Das gute Stück wird inkontinent, auweija !

Garnicht so einfach diesen Wasserbehälter auszuziehen.
Das sieht nicht nach weit entwickelter deutscher Ingenieurskunst aus …,
mehr so nach Verpackungskünstlern …

Der Edelstahlbehälter ist sogar gleich an mehreren Stellen undicht.
Mit blossem Auge kaum erkennen, aber das Wasser kommt durch Punkte und Haarrisse heraus.
Erst beim dritten Schweissdurchgang vom Metallspezialisten ist er wieder dicht.

zum Dichtigkeitstest musste der Boiler nackig sein …

Zwischenzeitlich hab ich auch mit Profi-Ausbauern darüber gesprochen und alle kennen undichte Boiler zur Genüge.
Elgena ist da aber ganz weit vorne.
Man sagt mir voraus, das ich jetzt so ein, zwei Jahre Ruhe haben werde,
und dann wird das Spielchen von vorne losgehen.

Na Prost Mahlzeit.

Kaffeemaschine: Pads gegen Filterkaffee

Die eierlegende Wollmilchsau, wenn ich diese Maschine mal so nennen darf.
Hier braucht sich keiner zu entscheiden, denn sie kann beides: normalen Filterkaffee aufbrühen, und die cremige Variante mit Senseo-Kaffee-Pads.

Na also, geht doch. Filterkaffee ist halt weltweit überall zu bekommen. Und wenn nicht werden die Bohnen eben selbst gemahlen. Andererseits liebe ich auch diese Cafe-Creme, die Kaffee-Pads Dank 15bar Wasserdruck in die Tasse spülen. Im Stauraum bunkere ich dann mal schnell und gerne 400 oder 500 dieser Pads (Tassenpreis ca 7 ct).

Die Maschine im „Kaffee-Pad-Modus“

Und trotzdem, wenn der Morgen droht lang zu werden, und die Tassenzahl wegen Besuch auch mal en bloc fertig sein soll, dann einfach die Thermoskanne (ja, die gehört auch zur HD6592 dazu) unter den Filter stellen, und ruckzuck 7 Tassen auf Vorrat gebrüht.
Perfekt.

Kleiner Nebeneffekt:
diese Kaffeemaschine ruht permannt auf einer kleinen Holzkonsole über der Küchenarbeitsplatte.
Bedeutet also einen ganz einfachen, schnellen Zugriff auf den fertigen Kaffee.
Auch ein grosser Vorteil für jeden Kaffee-Junkie.
Aber dafür kann die Maschine nix…

Nachteil: keiner bekannt.

Hersteller:                      Philips

Type:                              HD6592

Preis am Kauftag:          100 €

Bezugsquelle:                überall wo es Kaffeemaschinen gibt.

Relais – temperaturgesteuert

Ein kleines und bisher sehr zuverlässiges Helferlein.

Beim Erreichen einer zuvor eingestellten Temperatur wird ein Relaiskontakt wahlweise geöffnet oder geschlossen.

Ich hab dieses Relais für zwei Ventilatoren verbaut, die den Raum hinter und um den Backofen kühlen, wenn der Backofen eingeschaltet wird. Der Backofen selbst ist an sich kein Einbaugerät, deshalb wird es schon schnell heiss auf der Rückseite im Möbelstück, wo er ja eingebaut ist.

Bis zu 50°C konnte ich dort schon messen. Ohne den Einsatz der Ventilatoren wohlgemerkt.

Ein zweites Relais steuert zwei Ventilatoren hinter dem Kühlschrank. Das hilft elektrische Energie sparen. Je kühler der Bereich hinter dem Kühlschrank ist, desto kürzer ist die Einschaltzeit des Kompressors. Und da der Kühlschrank gut ins Möbel eingebaut ist, schaltet das Relais die kühlenden Ventis ein, sobald die Temperatur dort über 30°C steigt. Die TemperaturRelais haben einen PTC-Fühler der an die zu überwachende Stelle montiert wird.

Klappt hervorragend, die Relais haben sehr wenig Eigenverbrauch, und ich hab immer noch ein spannendes Auge auf die Temperaturwerte im Schrank.

Nur einen kleinen Nachteil hab ich mir eingehandelt: Nachts sind die Anzeigen sehr hell. Da such ich mir mal gelegentlich ein Stück Graufolie und klebs über die Sieben-Segment-Anzeigen einfach drüber.

Hersteller

Type: STC-100

Preis am Kauftag: ca. 8 €

Bezugsquelle: Internet

Kochfeld elektrisch

Im Steyr gibts ja praktisch alles elektrisch. Auch das Kochen.
Gerade beim Kochen ist die Power wie kaum sonst gefragt. Das Kochfeld kann locker 3000W aus den Batterien ziehen. Da sollte der Wechselrichter schon mindestens genauso viel packen.
Dank Induktionsfeld sind die Aufheizzeiten wirklich sehr gering. Es braucht ein paar schwere Töpfe allerdings dazu.

Sind Markenartikel ihr Geld wert ?
Der Name Bosch klingt gut. Die Verarbeitung ist tadellos. Die Einbauanleitung easy. Das Induktionsfeld funktioniert ohne Fehl und Tadel. In der Küchen-Arbeitsplatte verschwindet das Feld sehr schön flach. Knöpfe stören keine, denn es gibt Sensorfelder.
Das ist genau der Grund weshalb viele Ausbauer auf andere Bosch-Felder ausgewichen sind: Die Bedienung der Sensortasten ist manchmal etwas hakelig, die Finger zu nass, die Tasten zu bekleckert. Aber dafür kann das Feld nichts.
Blöd ist das man manchmal immer noch in die Bedienungsanleitung schauen muss, beispielsweise wenn die Kindersicherung „willkürlich“ jede weitere Bedienung verweigert.
Aktuell bin ich trotzdem zufrieden, weil manuelle, herausragende Bedienungsknöpfe meinen Augen zu sehr weh tun.
Mal schauen wie lange das Teil seinen Job macht. Ich bin optimistisch.

Es schadet im übrigen nicht wenn die Schublade darunter ein paar Lüftungsschlitze hat. Denn unterhalb des Kochfeldes sitzt ein Ventilator der bei Volllast einiges an frischer Luft haben möchte.
Hab ich nicht dran gedacht. Deshalb steht jetzt gerne schon mal die Besteckschublade auf, wenn’s oben bruzzelt.

Hersteller                       Bosch
Type:                              Induktions – Kochfeld PIB375FB1E
Preis am Kauftag:          350 €, (Nov.2018)
Bezugsquelle:                Bielmeier Haustechnik
www:                             www.bielmeier-hausgeraete.de

Das WC im Haus

Nicht ganz unwichtig für das Wohlbefinden unterwex. Schliesslich ist man als RucksackReisender bei diesem Thema Kummer gewöhnt. Mit dem grossen Reisegefährt soll es daher etwas komfortabler werden.Von der Hype um Trocken-Trenn-Toiletten (TTT) hab ich natürlich auch schon erfahren. Nur verstehen kann ich sie nicht.

Der TTT-Typ hat zwei Entsorgungsprobleme: einmal die Tüte/Eimer für Festes, und zum Zweiten der Behälter für Flüssiges. Dazu muss er immer nach der Nutzung „umrühren“. Andere führen Kokosziegel mit sich. Ameisensäure gegen Urinstein wird auch gerne empfohlen. Der Lüfter in der FesteKiste muss im Übrigen Dauerentlüften und wehe der Ventilator steigt mal wegen eines Defektes aus. Meist macht er das unangemeldet.
Das „Flüssige“ soll ja auch nicht zu oft Kummer machen, also werden Behälter von bis zu 50 Litern (kein Quatsch) für Urin meist unter den Laster gepackt. Frostschutz ade.

Ein bekannter Ausbauer empfiehlt den Entleerungshahn des UrinTanks immer ein bisschen offen zu halten. So erspart man sich das lästige Dumpen der TrockenTrennToilette (was ein Widerspruch), und die Landschaft wird in aller Fahrruhe gleichmässig besprenkelt. Wie sieht eigentlich so ein LKW nach tausenden Kilometern von unten aus ?
Und das Design dieser Throne ? Viele bauen selbst, nehmen Tischlerplatten und Kunststoffteile. Denn die weniger Hersteller bauen doch recht un-designt, und riesengross !

Ich mag mein Zerhacker-WC.
Der Aufbau ist simpel, die Optik völlig akzeptierbar. Der Platzbedarf sehr kompakt. Die Technik seit vielen Jahrzehnten gut entwickelt. Das Sanimarin ist an einen Schwarzwassertank angeschlossen. Fassungsvermögen 130 Liter. Das reicht locker für 2 Wochen/2 Personen. Allerdings dumpen wir in der Praxis sehr viel öfter. Einfach weil die Möglichkeiten zu Dumpen so easy und zahlreich sind. In Ländern wie Griechenland laufen Ziegen + Schafe frei herum. Wenn man da einen Seitenstreifen nimmt, vielleicht sogar mit ein bisschen Gefälle, dann geht’s Dumpen leicht und gut verträglich. Im Übrigen muss ein TTT-Typ ja ebenso Dumpen. Also keine Verbesserung.
Frischwasser ver-braucht mein WC keines, denn gespült wird aus dem Grauwassertank. Das führt dann auch dazu, dass der Grauwassertank nur selten gedumpt werden muss, sein Inhalt landet schliesslich ebenso im Schwarzwassertank.
Kokosziegel, Ameisensäure, bruchfeste Plaste-Tüten, Dauerpinkeln aus’m Laster raus …, entfällt alles, bei meinem Zerhacker-WC, made by Sanimarin.

Hersteller                       Sanimarin
Type:                              SN 35 ST, 24Volt, 300W/24V Leistungsaufnahme
Preis am Kauftag:          400€, neu, war aber nur „Probe gesessen“ , Liste ca. 900 €
Bezugsquelle:                Privatverkauf,

Stoffsammlung

Dank dieser Seite und auch die vielen Kontakte in den letzten Jahre werde ich oft zu Details der von mir verbauten Geräte gefragt.
Ich hab mich entschlossen hier eine Liste mit Typenangaben, Beschaffung und auch einer kritischen Bewertung an den Start zu bringen. Diese Reihe hier wird immer weiter ergänzt. Bin selbst gespannt, was da alles zusammen kommt.

Aussenantenne für (fast) alles

LGMM-7-27-24-58

Hersteller: Panorama
www.panorama-antennas.com
Preis zum Kauftag: ca.185 €, Bezug: www.reichelt.de

Kombinierte Antenne im wetterfesten Gehäuse, geeignet für die Montage auf dem GfK-Dach (das Dach muss für optimale Empfangseigenschaften kein Metalldach sein).
Antennen sind eingebaut: für Mobilfunk (2 Stk.) für den Wlan-Empfang (2x) und für GPS-Signale (1 Stk.)
Aus dem Gehäuse gehen nach unten (in den Aufbau) fünf einzelne Koax-Kabel für den Anschluss an einen Router heraus. Diese Kabel sind sehr kurz (ca.30cm). Das macht Sinn, und diese Kabel sollten auch nicht verlängert werden, um den höchstmöglichen Antennenkabel an den Router zu bringen.
Mein Router sitzt direkt unterhalb der Antenne in einem KüchenOberSchrank.

Nachteil:
nur der Preis, denn diese Antenne ist nicht ganz billig. Aber sehr gute Verarbeitung, wesentlich verbesserter Empfang AUF dem Dach, und sehr widerstandsstark gegen Bäume etc.

Sa, 15.Mai – fortgesetzt Schönes …

Die ersten 45 Tage in Griechenland sind um.
In der Zeit ist das Wetter wärmer geworden,
und oh Wunder, die Gegend nicht belebter.

01.Mai bei Palairos / Festland
05.Mai Antisamos / Kefalonia
13.Mai Beach Ierousalim

Nach drei bis vier Tagen will der Steyr weiter.
Nicht sehr weit, meist so zwischen 12 und 20 Kilometern. Dann winkt die nächste völlig verlassene Bucht und buhlt um die ersten Besucher.
Aber ich will nicht verschweigen das es auch einen Nachteil gibt.
Weil hier nix los ist, haben die Tavernen, die kleinen Bars, die Restaurants allesamt geschlossen.
Zwar kann man sich mit Eigentümern, Handwerkern und Instandsetzern unterhalten, aber die Küche bleibt kalt.
Wie gut das der Steyr ein recht autarkes Mobilheim ist. Und die Mini-Märkte haben schliesslich geöffnet, sogar am 1.Mai.