07.Juli 20 – Countdown Minus 7

Egal was jetzt noch passiert,
oder eben auch nicht passiert …
In spätestens sieben Tagen sind wir unterwegs !

Jeder fängt klein an, deshalb geht es erstmal ein paar Tage durchs Deutsche.

Dann weiter nach Osten,
mal schauen ob wir bis ins Baltikum kommen. Jedenfalls wird der Steyr ganz untypisch weil langsam unterwegs sein.

Allerdings sollte der Schreiner mal Vollgas geben,
auch wenn das Badezimmer hoffnungslos ist.

Immerhin gibt es jetzt die Polster für die Couch …

… und der Fussboden wird wohl auch endgültig verlegt sein …
… aber zuerst muss noch die Mückenschutztüre eingeklebt werden …

Die zentrale Wasserfilterung + Verteilung musste auch mal wieder raus. Eine Verschraubung war undicht.
Dank Schellkupplung (im Bild ganz oben ganz rechts) ist das ganz gut machbar …

Grösste Baustelle ist noch die zentrale Elektrik …

Aber das wird schon noch alles …
sind ja noch locker 5 Arbeitstage….

20.Juni 20 – Möbelbau, die vorletzte

Vier Wochen gehen am Inennausbau nicht spurlos vorüber,
der Möbelbau ist in die Zielgerade eingebogen.
Gerad noch die Fussbodenheizing gebogen, jetzt kommt der Boden noch hinein.
Polsterstoffe sind ausgewählt und in der Näh-Arbeit.

Die Tischplatte gibt es auch schon, sie wird aber noch geschont und hat in der Werkstatt ein sicheres Plätzchen.
Man kann den Durchstieg zum Bett erkennen. Die Rückenlehne ist leicht wegnehmbar, ein paar starken Magneten sei Dank.
Es fehlt noch Matraze und Froli, die werden das Bild noch kräftig verändern.

Hinter der Doppeltüre links verbirgt sich Batterie und allerlei Stromkisten, deshalb auch die gute Belüftung. Hier im Bild fehlt noch die Fussboden-Heizung.

Der Testlauf der Waschmaschine brachte eine kleine Überraschung.: so ganz ohne Wäsche ist sie superleise, nur ein ganz dezentes „wisch-Wasch“.
Frischwasserver- und Entsorgung funzen wunderbar.
Die Wäsche-Heizung zieht bis zu 2.000 Watt, der Wechselrichter schafft das noch ohne Kühlgebläse. Der Multiplus kann bis zu 5.000 Watt Dauerleistung.

Noch sieht die Verkabelung etwas chaotisch aus, aber das wird schon …

Die elektrische Anlage hat ihren Betrieb auch gut angegangen. Die Solarzellen werden auf 27,0V herunter geregelt, wenns der Batterie reicht.

16.Mai 20 – erster Live-Test

Sehr aufregend. Der erste System-Test einer Funktionsgruppe, der „Entsorgung“. Klingt simpel, aber was ist bei diesem Ausbau schon simpel ?

Entsorgungstechnik im Heckstauraum, unter dem Längsbett.

Am ersten Testlauf sind beteiligt:
2x Dumpventile, 1x Dreiwege-Ventil („Spülen“), 2x Wassersensoren, 4x verschiedene Pumpen, 1x Grauwasser-Sammler, Aquapal-WasserSchläuche in drei Dimensionen von 1/2-Zoll bis 1-Zoll, unzählige Verbindungstellen die undicht sein können, usw …

Das ganze Orchester der Entsorgung …

Die allererste, sehr improvisierte Testreise im letzten Jahr brachte als Ergebnis dieses zusätzliche Drei-Wege-Ventil.

Dieses elektrisch betriebene Ventil schickt Grauwasser im Normalfall zum WC. Das spart sehr viel an Frischwasser ein.
Sollte gerade der BW-Tank gedumpt werden, wird das „Spülventil“ ausgelöst und mithilfe von Grauwasser wird dann der BW-Tank gespült.
Mit dieser Methode sollte es nur selten notwendig werden, den GW-Tank (Grauwasser) zu entleeren.
Für alle Spülvorgänge hat der Grauwassertank einen zusätzlichen Ausgang ca. 10cm höher gelegen als der Dumpausgang. Damit soll verhindert werden, dass Ablagerungen im Grauwassertank durch die „Gegend“ gepumpt werden.

links im Bild der Grauwassertank mit zwei unterschiedlich hoch gelegenen Ausgängen, einer zum Spülen, der untere zur Entleerung.

Für die volle Wintereignung des Fahrzeugs liegen alle Tanks IM Aufbau. Das führt allerdings dazu, dass Duschwasser, Spülwasser usw. mit einer eigenen Pumpe hoch in den Grauwassertank gepumpt werden müssen. Gesammelt wird das Grauwasser vorher in einer 8-Liter-fassenden grauen Box. Sie hat einen berührungslosen Sensor eingebaut, der die Hebepumpe anwirft.
Die gelbe Pumpe im Vordergrund schafft das Duschwasser in den Sammler. Der ebenfalls berühungslose Sensor für die Duschpumpe sitzt direkt im Siphon der Duschtasse.

Unten Mitte das Dumpventil des BW-Tanks. Durch das schwarz/blaue Rändelrad ist auch jederzeit die manuelle Auslösung möglich.

Das Ergebnis des umfangreichen Orchesters ?‘

Es macht Musik genauso so wie es sein soll.
Perfekt.
Keine Beanstandung, keine Nacharbeit notwendig.

07.Mai 20 — eArbeiten

Keine Frage, e-Arbeiten fallen mir leicht.
Ein Käffchen zur Seite, gutes Werkzeug, gemütliche Sitzposition,
und vorher wie nachher saubere Hände.

Durchblick im Kabelwust – vor allem später, auch noch nach Jahren

Tatächlich gibt ja auch immer wieder neue Methoden zu entdecken.
Diese hier hat es mir besonders angetan: Kabelverbinder die kaum Platz brauchen (zB im Vergleich zu einer Lüsterklemme).
Lötzinn ist schon drinne und muss nur warm gemacht werden, damit die blanken Leiter dauerhaften Kontakt bekommen.
Gleichzeitig wird die neue Isolierung geschrumpft und bringt eine komfortable Zugentlastung ins neue Gefüge. Alles in einem Arbeitsgang erledigt. Perfekt!

Schrumpflötverbinder

Soviel sei ja schonmal verraten:
Im neuen Zuhause wird vieles an Sensoren und elektrischem Schnick Schnack verbaut werden.
Schliesslich soll es ja auch ein „Smart Home“ werden.

Hier einer der Temperatursensoren. Der Sensor, ein PT 1000, wird direkt an einen Messwertumformer angeschlossen. Ausgang dann ein analoges 0 bis 10V-Signal. Damit wird dann der Miniserver mit der Temp.Info versorgt und wird dann entprechend regeln + steueren können.

TemperaturSensor mit MesswertUmformer

05.Mai 20 — LGMM-7-27-24-58

Was für eine kryptische Bezeichnung für dieses unscheinbare Bauteil.
Zunächst muss mal die Bohrmachine aufs Dach, und nichts wie durch,
durch die 6cm Dachplatte …

Hoffentlich bleibt alles dicht.
Jedenfalls macht die riesige Klebefolie auf der Unterseite von LGMM-7-27-24-58 einen recht zuverlässigen Eindruck.

Die Dachantenne für alle Fälle.

Auf dem Schreibtisch hat sich diese Universalwunderantenne schon bewährt.
Nicht weniger als fünf einzelne Antenne sind unter der Kuppel vereint:
> 2x Wifi für den nächst erreichbaren Hotpot, und Sendeantenne für den eigenen Hotpot,
> 2x Antennen für den mobilen Datenempfang
> 1x GPS-Antenne für Navi, Ortungsystem etc.
Für die Spezialisten:
Fahrzeugantenne für 2G / 3G /4G / WLAN + GPS
Frequenzen: 698-960 /1700-2700 MHz

Dann kann der passende Router ja auch schon bald montiert werden.
Der geht dann in den Küchenschrank …

30.März 20 – Badboden fertig

Ein Thema was mir längere Zeit schon im Bauch schmerzte. Letztlich hatte ich mich zu einer Variante für den Badboden in Edelstahl durchgerungen. Aber als ich dann auf die Branche zuging um Angebote und Ausführung festzulegen, da winkten sie alle ab. Schwer zu schweissen, Edelstahl verzieht sich ohne Ende, Farbbeschichten schwierig …

Letztlich ist mir dann in den letzten Wochen noch ein Bootsbauer eingefallen. Gaaaanz damals hatte er meinen Cat wieder instand gesetzt, nachdem ich mal zu heftig auf den Kies hochgesegelt war.

Also ist es ein Boden aus GfK (glasfaserverstärkter Kunststoff) geworden, der direkt in das Bad auf den Boden laminiert wird.
Dazu braucht es zunächt eine stabile Unterkonstruktion. Denn unter der Siebdruckplatte verlaufen ja noch die Heizungsrohre für die Fussbodenheizung.

Zusätzlich soll eine gute Unterlüftung das Kondenswasser beseitigen.

Auf der rechten Seite kann man das Podest für das WC erkennen. Von Haus sind die Dinger immer etwas wenig hoch, da schlafen einem schonmal leicht die Beine ein.
Ausserdem kommt das WC mithilfe des Podestes auch aus dem Spritzwasserbereich heraus.

Über die Siebdruckplatte werden dann abwechselnd Glasfasermatten und Expoxydharz aufgetragen.
An den Rändern ragt dieser Verbund auch noch etwas in die Höhe und wird mit den GfK-Wänden des Bads verklebt. Das verspricht eine sorgenlose Dichtheit über viele Jahre.

Die Duschtasse selbst ist zusammen mit dem Badboden aus einem Stück hergestellt.
Um auch bei schräg stehendem Fahrzeug möglichst alles Duschwasser entsorgen zu können ist die Duschtasse in vier Segemente geteilt und zur Mitte hin fallend konstruiert. Dort gibt es dann den Ablauf.
Zusätzlich gibt es zum Bereich des Badezimmers hin eine 5cm hohe Schwelle, auch die soll helfen das Duschwasser im Zaume zu halten.
Sicher ist sicher.

Kleines, elekrisches Schmankerl: Im Duschabfluss ist auch ein elektrischer Sensor eingebaut, der bei Wasseraufkommen sofort eine Pumpe einschaltet, die dann das Duchwasser in die Hebeanlage und weiter in den Grauwassertank leitet.

Soweit die Theorie.
Das erste praktsche Duschen wird wohl noch ein bisserl warten müssen. Vorne rechts muss auch noch ein BadSchrank hin.
Ich bin gespannt.

26.Febr.20 – optimieren …

Die Endmontage ist ja schon seit einiger Zeit im Gange.
Und immer wieder gibt es kleine Gründe zur Optimierung.
Platz sparen + Gewicht reduzieren, vielleicht in der Reihenfolge.
Jetzt trifft es die Verbindung von der Wasserfiltern zu den FrischWasserTanks.
Nach der Testreise letzten Sommer reduziere ich den Querschnitt
von 1″ (ein Zoll, rechts) auf 3/4″ (links im Bild).

Es sind nur drei Messingteile,
aber der Unterscheid ist sehr deutlich:
235 Gramm zu 470 Gramm, also exakt nur halb so schwer.
Ich sachs ja …: der Ausbau macht Fortschritte !

25.Febr.20 – Mammutaufgabe

Darauf hab ich mich gefreut.
Schön im Trockenen und Innen arbeiten, sauber Hände behalten…, klar definierte Leitungswege,
E-Technik-Basteln hat so etwas Meditatives….

noch sieht das seeeehr aufgeräumt aus, aber das wird schon noch eng werden, sehr eng …