Letzter Service vor Ausfahrt

100628-man-service-gekippt Wie sich die Bilder gleichen (LINK).
Da liegt ziemlich ein Jahr zwischen.
Aus Gera wird diesmal Aachen, der Service bleibt sehr ähnlich:
100628-man-service-grube Motoröl wechseln, mit Filter, neuer Luftfilter, SeparFilter reinigen,
Bremsencheck, und noch ein paar Kleinigkeiten.
Schliesslich soll der Gelbe fit sein, wenn es losgeht…, übermorgen….

Reifen Wechsel

100628-vergoelst-dirk Ich hab doch keine Ahnung.
Das können 30.000, das können aber auch 50.000 werden. Oder sogar 100.000 ?
Ist ganz einfach, dann wechsel ich eben alle sechs Reifen genau jetzt.
Dieses ganz besonders gute Angebot von Conti kann ich eh nicht ausschlagen,
also gibts nen Phototermin bei MAN, Aachen.
100628-vergoelst-t4 Thema: Reifenservice unterwegs.
Das VergölstMobil mit Dirk kommt aus Frechen und nutzt die Gabelmethode.
Das geht rapp-zapp,
und gewechselt sind sie.
Ähhem, und was wenn das VergölstMobil nicht ins Himalaya Basecamp kommt ?
Auch da weiss Dirk professionelle Hilfe, und zeigt mir,
wie man nur mit Montageeisen und Handarbeit so einen Reifen von der Felge bekommt…,
und auch wieder drauf, den neuen selbstverständlich.

Übrigens, so rund 100.000Km, dann ist MAN einmal rum, um die Erde. 🙂

Startklar

100626-01-waeco-wechsel-24v Es braucht schon einen neuen Start um endlich mal Dinge anzupacken, die immer schon auf der Änderungs- und Erweiterunsliste stehen.
So wird die Zeit zum Schluss ziemlich und superschnell das Eine: knapp.

Aus vormals 7 Steckdosen sind jetzt 15 geworden.
Der zweite Wechselrichter sorgt für das Plus an Energienachschub. Vollautomatisch.
Denn immer dann wenn die Lichtmaschine Energie geben will, (also D+ liegt an), dann Wechselt No2 von 24 auf 230V.
Ich will ja meine Starterbatterien nicht wegen dem ganzen elektrischen Gelumpe entladen.

100626-02-gebetsfahnen Im Heck flattern jetzt tibetische Gebetsfahnen (Danke Bea). Flattern müssen sie tatsächlich, weil solche Fahnen immer sich im Wind bewegen müssen. Damit die darauf aufgeschiebenen Gedanken sich in den Himmel erheben können, und so auch „oben“ gehört werden könnne.
In Tibet werden wir dann diese Fahnen am liebsten am Kailash für immer und ewig festbinden. Aber im Moment liegt noch keine Genehmigung vor ……
100626-03-subwoofer Die ganze Musik im Fahrerhaus hat ein Update erfahren.
Ein zusätzlicher Subwoofer stinkt gegen den Motorlärm an,
und das Radio hat jetzt endlich RDS, zudem USB und Klinkeneingang.

Für den Kolonnenbetrieb zum Baikal funken wir jetzt untereinander in CB.
(Danke Theo..!!).

Abschied No2

100702_1-mascha1 Ich (Heike) bin dabei: auf dem Weg nach Tibet. Und zu einer so langen Reise gehört ein zünftiger Abschied von vielen
lieben Freunden dazu.
Auf zur Feuerstelle ohne Feuer/Grill/Kerzen, weil Waldbrandstufe 3.
100702_2-gruppe-draussen Da hätte eigentlich nix stattfinden dürfen, aber was heisst das schon, denn gebraten wurde durch den Papa im Garten daheim
und zum abwechslungsreichen Buffet tragen die Gäste bei.
100706-fruehstueck Allein die Abschiedsgeschenke hätten nen Hänger gefüllt, aber der war in der Kürze der Zeit nicht mehr aufzutreiben.
Dank einiger Camper am Steinkreuz, klang die Fete am Samstag morgen mit einem Frühstück gemütlich aus.
Tausend Dank an Euch alle!!!
100704-familie Am Samstag gings dann ans Einpacken, und die ganze Strasse nahm regen Anteil.
Jetzt ist es amtlich: unsere Reisekooperative startet durch,
und der Gelbe wird so schnell nicht mehr die kleine Anliegerstrasse vollends blockieren.
….und dann rollten doch noch einige Tränen beim Abschied!

Abschied No3

100705_1-schmiede-viele-leute1 Sonntag, der 5.Juli 2010 in Nieder-Ohmen/Hessen.

Da haben viele sehnlichst drauf gewartet:
Die einen weil es endlich losgeht,
die anderen weil da einer weg geht,
wieder andere, weil sie nicht wissen ob alles gut geht.

100705_2-schmiede-spanferkel Damit es noch ein anderes Thema gibt, gibt es Spanferkel,
serviert vom Wilfried.
Und auch der wäre am liebsten gleich mitgefahren.
Naja, für die Küche unterwegs hätts schon prima gepasst.
100705_3-schmiede-abfahrt Zu Schrauben gabs auch noch aber da half alles nichts.
Die Abfahrt musste sein,
und wenn es für die Kamera war.
Denn wirklich los gings dann am Montag im frühen Morgen.

Grenzerfahrung No1

100706 Grenzerfahrung 1

Viele können es nicht werden, dafür sorgt schon die Route. Aber gleich die erste hat es in sich.
Ausreise Lettland nach Russland.
Ich mach mich in der PKW Spur breit, und das gefällt den Herrschaften hier ganz und garnicht.
Dabei haben wir seit 21.30h jetzt schon 2h draussen in der Warteschlange verbracht.
Ein Blick der Grenzer und Grenzerinnen reicht und es ist allen klar: ich gehöre hier mit dem Gelben nicht hin. Mehr als 3,5to.
Ich plädiere auf CampingMobil, auf Tourist und eben nicht Kieslaster, aber die Grenzer bleiben hart bis stur.
Auf nachdringliches Flehen erklären sie: sie würden mir ja gerne helfen, aber hier seien zuviele Kameras die das ganze Geschehen recorden würden. Und das käme bei den Vorgesetzten garnicht gut an, wenns jetzt ne Ausnahme geben würde.
Was mir bliebe wäre wieder rausfahren, ein LKW-Wartelos ziehen, und ca 24 h langsam nach vorne rollen, bis ich wieder hier stehen würde, nur eben eine Spur weiter rechts, in der LKW Abfertigung.

Aber was soll denn so ein NormalTourist mit so ner Regelung, nämlich den Jahresurlaub von 14 Tagen alleine mit zwei Tagen bei den hoch dekorierten Zöllnern verbringen. Ich fass es nicht und drängele weiter.

Die drei Defender sind inzwischen fast abgefertigt. Ich balge mich immer noch. Da kommt ein junger Schnöseltyp und meint, sie könnten mal ne Ausnahme machen, eine ganz besondere. Sie könnten die Filmszenen von meiner Vorfahrt löschen, und ich könnte weiter durch…
Da fasse ich es erst recht nicht. Ich will doch nur aus einem EU-Land ausreisen, Deutschland ist eh Gründungsmitglied dieses ehrenwerten Clubs, in dem Lettland Einlass gegeben wurde, und jetzt soll ich für ne nicht katalogisierte Dienstleistung zahlen. NEIN.
Also, ich hab noch nie bezahlt, werde auch diesmal nicht bezahlen, das ist Korruption, und ich schreib jetzt erstmal ein Protokoll.

Der ältere Schnösel wiegelt ab, er würde nochmal mit seinem Chef sprechen. Es ist jetzt genau null Uhr.
Und die Antwort lässt nicht lange warten: ich kann durchfahren. Meine Papiere sind ja eh schon kontrolliert, und nen Stempel gibt es hier sowieso nicht.
Mein „Danke“ fällt sehr spartanisch aus.
Die Preisangabe fürs Löschen? Haben sie nicht mehr aufsagen können, ich war schneller aus der Hose gefahren, als das sie die Forderung konkretisieren konnten. Besser so.

Grenzerfahrung No2

06. Juli 0.00h, langsames Vorrollen zur russischen Einreise.
Letztes Jahr hab ich sie als korrekt wenn auch umständlich erlebt.
Dieses Jahr ist es nicht anders. Mit unseren vier Fahrzeugen fahren wir hinein,
Drei werden bemeckert, und zwar in Gänze.

Die Diskussion wird hitzig, bemüht, verständnis- und fassungslos geführt.
Die Defender sind alle auf Peters Namen zugelassen. Er kann aber nur einen fahren. Die anderen brauchen eine notariell beglaubigte Halterbestätigung, Und die geht nur in der Schweiz. Wo die Fahrzeuge ja herkommen.
Mhh, das macht aktuell keinen Sinn, und ausserdem ist Peter doch höchstpersönlich anwesend.
Na wenn wir denen so kommen, dann wird jetzt das Gepäck gewogen. 50Kg pro Person Einreise sind erlaubt, der Rest ist für die Grenzer oder für Altkleider.
Mmmhh, das riecht nach Schikane.
2h vergehen einfach so.
Nach einer weiteren Stunde gibt es eine kostenträchtige aber immerhin lösbare Idee: Die drei Defender fahren wieder zurück in den lettischen Zollbereich. Dort faxt ein Notar aus Lettland eine Erklärung, und dann sollte die Einreise klappen.
Wir sind mit dem Gelben allerdings schon so gut wie durch und verabreden einen Treff hinter der Grenze.
Denn dieses teure Fax kann erst gegen 9h geschickt werden, zu üblichen Bürozeiten und wir haben gerad mal 4h morgens.
Mit dem Gelben gehts an einen ruhigen Schlafplatz, und rund 7h später treffen wir den Rest nach unserem schönen Schlaf wieder. Für sie waren das jetzt 13,5h Ausreise Lettland-Einreise Russland.
Wenn das keine Grenzerfahrung ist???

Moskau

100708_1-moskau-nachtlager Fast im Plan erreichen wir Moskau. Meine Koordinaten zum ultimativen Übernachtungsplatz entpuppen sich als Mittelstreifen einer 4-spurigen Uferstrasse.
Aber gleich nebenan gibts eine gebührenpflichtige Strasse zum Sportzentrum. Das verspricht eine ruhige Nacht mitten im Zentrum.
100708_2-moskau-mit-hkl Mit der Metro sind es nur zwei Stationen bis zum bekannten Platz. Am kleinen Snack spüren wir die Preise der teuersten Stadt der Welt,
aber es geht auch billiger, als Selbstversorger.
Mehr Zeit für Moskau wäre ja auch ganz schon, aber unser Ziel liegt woanders..
Noch 13.000 Km.
100708_3-moskau-kotzend Die Rausfahrt hat dann am nächsten Tag nochmal ziemlich gedauert. Ist halt gross dieses Moskau, und machem scheint sie auch nicht besonders zu gefallen.

35 Grad tagsüber, sonnig, später Regen, 2.536 gef.Km.

Jekatarinburg / EurAsien

100712-eurasien-alle 4.650 Km in acht Tagen.
Da ist es auch nicht schlimm, wenn wir erstmal dran vorbei gefahren sind, an der Landgrenze zwischen Europa + Asien.
Neben dem obligatorischen Fototermin gabs auch den Versuch eines kleinen Filmclips.
Aber wenn wir so Auto fahren würden, wie wir dieses Filmchen hinbekommen haben..,
dann wären wir sicherlich noch in Heerleshausen.

Andreas stolpert sichtlich ganz feste ins Asien hinein, ist aber bestimmt ein gutes Omen…, oder ??

100712-eurasien-koop Immerhin, wir sind jetzt in Asien, und die Kameras klickten um die Wette.
Ein Viertel ist geschafft, und erst Jekatarinburg bringt den ersten kurzen InternetKontakt.
Also nicht verzagen, wenn die Infos gerade etwas spärlich fliessen,
die Russen kennen wohl kein WLAN und auch kaum eine Internetbude.
35 Grad tagsüber, sonnig, später Regen, 4.650 gef.Km.

aus Jekatarinenburg

100720_1-hjekata-uplatz Die erste asiatische Stadt: Jekatarinenburg.
Der grosse Matsch empfängt uns am Übernachtungsplatz, immerhin gibts hier nen grossen See.
Von dem wir allerdings erst am nächsten Morgen etwas zu sehen bekommen, weil wir Nächtens anreisen.
Am nächsten Morgen schauen wir auch kaum hin, weil unsere Sorge viel grösser ist aus diesem Sumpf wieder rauszukommen. Aber es fährt besser als gedacht.
100720_2-hjekata-gu Der Bummel durch Jekatarinenburg entschädigt, das Wetter nicht. Zum ersten male Regen, und zwar Dauerheftig.
100720_3-hjekata-food In der dritten Etage gibts den ersten www-Zugriff der Reise, die Bude ist urig.
Das Trostpflaster kommt dann ganz besonders gut: im japanischen Restaurant im EG gibts bunte Vielfalt mit Tee.