08.Juli – Die Schlagzahl wird höher …

Muss ja auch mal endlich voran gehen …
Schliesslich sind ja ganz grosse + aufregende Dinge mit dem Neuen geplant.

Also mal zwischendurch in die Werkstatt.
Ölwechsel ist fällig. Die technische Durchsicht bringt keine Extravaganzen.
Noch Abschmieren.

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Und die Vorbereitungen um endlich den zweiten Tank anzuschliessen.

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Das hat nen sehr guten Grund: In der Planung taucht eine wirklich grosse Reise am Horizont auf …   Für einen ersten Test gehts noch diesen Monat nach Südeuropa …

01.Juli – beizeiten die Heizung

Beste Bedingungen endlich die Heizung in den Aufbau zu verpflanzen,
draussen ist es warm, sehr warm …

Irgendwie ist das schon Routine, auch wenn die letzte Biegung schon 12 Jahre her ist.
Technisch hat sich da jedenfalls rein garnix geändert:
Alu-kaschiertes Rohrt, 16mm Aussendurchmesser, muss in möglichst viele Kurven gebogen werden.
Das ist sinnvoll, damit das heisse Wasser viel Zeit braucht, die Wärme an den Boden abzugeben.

Hier die Fussbodenheizung im Bad und unter der Duschtasse …

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Trotzdem ist es immer wieder aufs Neue verblüffend,
das in so einem kleinen 10qm Auto ganze 60m gebogenes Rohr einfach so verschwinden.
Ist aber so !

Ein Heizkörper unter dem Wohntisch und einer im Bad für die Handtücher.
Auch schon montiert, oder besser gesagt: geklebt.
Einfach die Aluplatten mit den Senkkopfschrauben mithilfe von Sikaflex an die Wand kleben,
hält Bombe,
und macht keine Löcher in die schöne Aussenwand.

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Kollege David kommt dann als Spezialist dazu.
Mit einer Riesenakkuzange verpresst er die losen Ende mit speziellen Fittingen.

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Und schon siehts wieder richtig aufgräumt bei all den Rohren und Schläuchen aus.

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Ich muss jatzt aber auch mal richtig Gas geben,
denn in vier Wochen ist schon die erste Testtour mit dem Steyr-Krug geplant,
also los ….

21.Juni – Trockenübung

Wasser- und Heizungstechnik ist in der Denkfabrik abgearbeitet.
Die praktische Umsetzung geht zwar schleppend, aber sie geht.

Jetzt geht’s an die Elektrik, und bei mir ein Herz auf.
Da kann ich mich richtig + gerne austoben, quasi eine Leidenschaft von mir.
Kein Wunder, das der erste Testaufbau etwas verwegen daher kommt.

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Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist ein Miniserver von Loxone, quasi die Denkfabrik für den Alltag.
Hier werden demnächst Frischwasserventile gesteuert, Tankvolumen kontrolliert
und auch die Steuerung der neun Lichtkreis vorgenommen.
Als Taster kommen EnOcean-Schalter zum Einstz.
Keine Kabelverbindung und keine Batterie im Taster nötig.
Dazu noch frei programmierbar.

Sogar das Dimmen meiner LED-Leisten mit nur einer einzigen Taste konnte ich den Dingern beibringen.
Ist ja auch Dank Internet sehr einfach die passende Elektronikschaltung zu finden.
Kostenpunkt 7,95€.

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Der Stromverbrauch des Kühlschranks reduziert sich deutlich, wenn man für eine gute Belüftung des Kompressorbereiches sorgt.
Dabei hilft dieses kleine Gerätchen.
Temperaturmessung mittels PTC-Element, digitale Temp.Anzeige und frei programmierbare Relaisausgänge, die dann kleine Lüfter aus dem PC-Bereich steuern.
Kosten: 9,95€, inkl. Thermoelement, Versandkosten und MwSt, versteht sich.

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29.Mai – Licht-Test

irgendwie kann ich es ja auch nicht erwarten …

mit der frisch eingetroffenen Batterie, ein paar Kabeln, flugs den ersten Lichttest geschafft,
die Aussenleuchte direkt neben der Türe …
nebst zwei Innenleuchten:

Geht doch !

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22.Mai — es wird blauer

Teile beschaffen ist sicher die Arbeit, die die meiste Zeit in Anspruch nimmt,
im Moment jedenfalls …

Also was eine Freude, das endlich das letzte 3-Wege-Kugel-Ventil angekommen ist.
Diesmal im Querschnitt 3/4-Zoll.
Dieses Stück wird ins Podest unter dem Wohntisch platziert und hilft von einem auf den anderen Frischwassertank umzuschalten. Deshalb ist das Podest auch genau der richtige Ort, denn wer hat schon Lust bei leerem Tank den Aufbau verlassen zu müssen.

Zusätzlich kann man die beiden elektrisch betätigten Magnetventile erkennen.
Die entscheiden welcher der beiden Frischwassertanks gefüllt werden soll.
Im besten Falle soll das später mal vollkommen automatisch erfolgen.
Da bin ich sehr gespannt wie das gehen soll …

Alle Wasserleitungen sind zusätzlich isoliert. Nicht weil im Wohnmobil ständig frostige Atmosphäre herrschen wird. Die Isolierung dient mehr als Abstandshalter zum Aufbauboden, denn wenn es draussen fürchterlich kalt wird, dann kommt die Heizung ohne Isolierung nicht mehr zwischen Wasserleitung und Boden. Bedeutet das die Leitung trotz Heizung doch noch einfrieren kann. Hab ich alles schon erlebt.
Da war es draussen rund -40°C, damals in Sibirien.

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Ins Podest hat es auch schon die erste Batterie geschafft.
Lieferzeit schlappe 5 Monate.
Dafür handelt es sich hier aber auch um etwas ganz besonderes:
Lithium-Eisen-Sulfat. In der blauen Stahlbox stecken gebrauchsfreundliche 24V mit 240 Ah Power.
Gewicht rekordverdächtige 50 Kg. Das ist extrem wenig.
In der zweiten Ausbaustufe kann dahinter noch eine weitere blaue Box kommen.
Aber erst mal ausprobieren, wie sich dieses erste Power-Pack schlägt.

03.Mai – Schneckentempo

Also an meinem Kollegen Mitschrauber hat es bestimmt nicht gelegen …

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Für ne gute Woche ist Benemsi bei mir eingekehrt. Und zusammen ging es natürlich mal wieder viel leichter.

Der neu gefundene Metallbauer hat dann auch pünktlich geliefert: viele kleine massgeschneiderte Podeste für allerlei Technik …

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Die wichtigen Boden-Durchbrüche sind auch platziert, für Grau- und Schwarzwasserabfluss.
Damit die Bodenplatte des Aufbaus in jedem Falle geschützt bleibt, hab ich lange Messingrohre eingeklebt und beiderseits mit grossen Flachmuttern eingeklebt.

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Hier werden später noch kurze Schläuche mit dem „GeKa“-Bajonett aufgesteckt. Das reduziert die freie Fallhöhe auf ein spritzarmes Niveau.

Die Fortschritte liegen aktuell nur im Kleinen. Es klingelt zwar tagtäglich der Paketmann, aber es sind schon viele Hunderte grosse + kleine Teile nötig, um den Ausbau in die Gänge zu bringen.
Der Innenausbau zeigt nur sehr vage die Fortschritte …
halt im Schneckentempo …

25.März – Äthiopien

Es gibt wieder etwas zu Reisen.
Ich bin auf Reportage in Äthiopien unterwegs. Mit dem Flieger natürlich…
In Addis, der Hauptstadt, wartet der Fahrer. Kein Wunder ist sein Gefährt: ein Toyota Landcruiser. Dieser Hersteller stellt locker 95% aller 4WD PKWs in Afrika, nicht nur Äthiopien. Da fühlt man sich gleich zu Hause.

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Es geht am nächsten Tag weiter nach Norden, genau die gleiche Strecke, die ich schonmal vor sieben Jahren gefahren bin.

Was mir sofort auffällt: es ist voller geworden !              Äthiopien wächst.
100 Millionen sind es 2016 gewesen, 45% aller Äthiopier sind unter 14 Jahre alt.
Rund 4,6 Kinder hat im Durchschnitt die äthiopische Frau.
Überall gibt es kleine, mittlere und auch grosse Dörfer. Nicht einfach hier zu überleben.

Frauen verkaufen am Strassenrand kleine Stücke Zuckerrohr.

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Rund 4h nördlich gehts in einer grossen Hängebrücke über den Nil.
Eine gute Stunde fährt man in vielen, vielen Kurven zum Fluss runter …
und auf der anderen Seite wieder hoch.

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Wir bewegen uns ständig zwischen 2.000 und 3.000 Höhenmetern.
Addis ist die dritthöchst gelegene Hauptstadt der Welt (2.400m).

In -Finote Selam- haben wir erstmal unsere neue Basis gefunden. Vor dem Hotel gibts den ersten Eindruck von aktiver Müllverbrennung, überladenen LKWs, Tuktuks (hier Bajaj, nach dem indischen Hersteller genannt), und jede Menge Fussgängern.

Willkommen in Afrika …

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18.März — übel, übel …

Das darf nicht wahr sein …
ist es aber nach der ersten Schocksekunde trotzdem …
Ich bin ABSOLUT lernresistent,
und mache denselben Fehler schon wieder !!!

In die grosse Sitzbank soll ein zweiter Frischwassertank, Krug hat ihn auch schon geliefert,
und jetzt stelle ich fest das ich glatt die Polster vergessen habe …
Ich hab vergessen die Polster für die Sitzhöhe zu berücksichtigen.
Jetzt liegt die Sitzhöhe auf der Sitzbank bei glatt 55cm.
Da wackel‘ ich sogar selbst mit meinen Beinen, und werde den Fussboden nicht berühren können.

–> Der Wassertank ist zu hoch ausgemessen …
Um genau 111 Millimeter … !!!

Guter Rat ist teuer, und wird auch teuer … jedenfalls beinahe !!!

Erste Anlaufstelle ist Bernd in Sinzig.
Seines Zeichen ein erfahrener Tankbauer.

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Gott ist mir das peinlich !!!
Denn genau 2007 ist mir exakt genau derselbe Fehler widerfahren,
und Bernd musste damals schon meinen Frischwasser-Tank kürzen, damit ich nicht mit den Beinen baumle.
Der hat schon wieder gut aus-lachen …


(2007: Danke Bernd)

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Jetzt sind sie ab, die 111 Millimeter.
Und schon gibt es auch die Chance auf einige Verbesserungen:
– der Lochkreis für die Ultraschall-Sensorik bekommt direkt Gewindemuttern zur Befestigung,
– auf der Innenseite baut Bernd direkt unter den Lochkreis ein Schallrohr, dann stimmen die Messwerte besser,
– die Fittinge oben auf dem Tank werden jetzt über eingeschnittene Gewinde direkt in den Tank gedreht, das spart Aufbauhöhe im Gegensatz zu den Rohrnippeln mit Aussengewinden,

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Zum Schluss sind wir alle froh,
und ich erst …

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04.März – Ausbau 02

Alle Boden- und Wanddurchgänge werde ich mit Verschraubungen ausführen.
Die Rohrhülsen (Gewinderohre) werden ins gebohrte Loch eingeklebt. Zusätzlich sichern Gewindemuttern auf beiden Seiten das Laminat und halten den Sandwichaufbau dauerhaft zusammen. Durch die Verklebung der Gewinderohre im gebohrten Loch wird die Sandwichpanele vollkommen abgedichtet.

Durch diese beiden Hülsen werden zumBeispiel Vor- und Rücklauf zum Expansionsgefäss (Heizung) noch oben geführt.

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Auch unter dem Bett, im Heckstauraum gehts los. Die Tanks brauchen Entleerungsöffnungen durch den Kofferboden nach aussen. Dazu habe ich mir sogenannte „Rohrnippel“ besorgt. Lange Messingrohre in 1-Zoll mit beidseitigem Gewinde. Die werden in die gebohrten Öffnungen mit reichlich Sikaflex eingeklebt.

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20.Febr. – Ausbau 01

So ein nagelneuer Aufbau hat schon etwas sehr perfektes,
aber jetzt gehts ihm an den Schaum:
Mit Lochbohrer, Stichsäge + Multitool wird er jetzt mal ordentlich perforiert.

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Drei Tanks liegen unter dem Bett,
also braucht es Ausschnitte in die Bettplatte um an die Inspektionsluken der Tanks heranzukommen.
Um die Sandwichplatte wieder rundherum zu schliessen hab ich mit „grosses H“-Profile in 40mm (Dicke der Bettplatte) besorgt, hab dann einen Steg abgeschnitten (ergibt „kleines-h“-Profil) und damit die Ausschnitte abgeschlossen. Auf den  unteren Steg kommt nun ein leichtes Holzbrett zu liegen + verschliesst wieder den Ausschnitt.

Das wird überhaupt bei allen Innenarbeiten eine wichtige Aufgabe:
Ich möchte alle Sandwichplatten IMMER geschlossen haben, mit den passenden U-Profilen.
Die De-Laminierung wird so nachhaltig verhindert, bzw. auch nach Arbeit mit der Säge wieder repariert, also verschlossen.

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Allem vorangegangen sind zunächst verschiedene Klebetests.
Welcher Kleber, welches Sika für welche Aufgabe …

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