22.Okt. – mehr, mehr, mehr

Ich muss ja ganz ehrlich zugeben …
Das hat ziemlich lange gedauert.

Ich fahr schon ein paar Jahre (!!) diesen Alu-Behälter durch die Gegend,
ohne das er eine besondere Aufgabe erfüllen konnte.
Dazu fehlten ihm schlicht sämtliche Verbindungen zur Aussenwelt.
Das ist neuerdings anders …

Der Umschaltknebel zwischen den beiden Tanks ist jetzt endlich installiert,
und auch der SeparFilter hat ein Plätzchen für seine Arbeit bekommen.
Jetzt noch ein bisschen Elektrik …
Und schon gibt es 600 Liter Diesel für die Lang-Tour …
denn die…
die kommt schnelle rals man denken möchte.

26.Okt. – ja, ja, … der Philipp

Die letzten guten Tage dieses Jahr.
Fluchtmöglichkeit (noch) ausgeschlossen.
Dann eben aufs Rad und Fernweh schnuppern …

Okay, diese Schätzchen werden erst dadurch welche,
wenn sie selbst auch nicht mehr wegkommen,
oder jedenfalls nur schwer hier wegkommen …

Viele gehen hier ungläubig wieder weg,-
und schütteln mindestens den Kopf, weil in Anblick von soviel Ungepflegtem und Vergessenem …

… aber ich sachs euch,
der Philipp, der hat sein Ding am Laufen,
und das meiste ist sowieso schon gelaufen …

15.Sept. – Köln-Dellbrück

In Köln gibt es die Industriehallen der ehemaligen „Total-Walther-Werke“, aber wer kennt die schon. Sie sind ja auf der „falschen“ Rheinseite. Dabei lohnt es sich aktuell sogar vielfach:
Thomas Baumgärtel, der „Bananensprayer“ hat Halle No.64 mal kurz mit seinem grossformatigen Werken vollgeräumt.

Selbst eine 18 Tonnen schwere Lok haben sie hineingeschafft.

Die Verbindung zum Künstler lässt sich leicht an den Früchten erkennen …

Die Vernissage nahm Thomas dann als Anlass all‘ die vielen Helfer für solch eine riesige Aktion ins Rampenlicht zu bitten.

Also mir hats sehr gut gefallen, Danke.

31.März – zu den Nil-Wasserfällen /Äthiopien

Mit der Arbeit kommt natürlich auch immer ein Quentchen freie Zeit, zumal wir jetzt Wochenende haben.
Von unserem aktuellen Standort Bahir Dar, am Lake Tana soll es bis zu den Nil-Wasserfällen nicht weit sein.
Wir schlendern zur Hauptkreuzung des Ortes um ein Fahrzeug samt Fahrer anzuheuern. Alle wollen uns fahren, aber die wenigsten können. Unsere Wahl fällt auf einen umtriebigen „Captain“. Sein Toyota stehe schon hier, und sein Fahrer sei auch schon auf dem Weg.
Letztlich wird klar, dass er gerade nur einen Fahr-Job vermittelt hat, und der angefunkte Fahrer bringt einen Toyota von einem anderen Freund mit. Unser Fahrzeug würde hierzulande kaum mehr Platz auf einem Schrottplatz finden, aber wir nehmen frohen Mutes im Fond Platz.

Es geht durch die Vorote der Stadt, und dann plötzlich scharf nach Osten auf groben Schotter.
Irrtum, wenn wir denken, dass sie hier für eine solche landschaftliche Attraktion eine gute Strasse bauen.
Und schon haben wir den ersten Stopp.
Unser Fahrer wurde wohl darauf hingewiesen, dass wir keinen Stopfen auf dem Benzintank haben. Jetzt droht das Zeugs auf diesen Pisten herausgeschüttelt zu werden. Bei gefühlten 40°C könnte sich das Benzin-Luftgemisch auch noch entzünden.

Mit ein paar Plastiktüten und herumfliegendem Papier bastelt er couragiert einen Stopfen. Ich glaub soetwas hat auch mal ein Herr Molotow vor einiger Zeit erfunden.
Egal, wir holpern ab jetzt gut gesichert in Richtung Nil.
Da die Wasserfälle auch nur von der anderen Flussseite zu erreichen sind,
gibt es als erstes dann sogar eine Nil-Kreuzfahrt …

Für die kurze Wanderung durch den Busch nehmen wir uns am Ufer einen ortskundigen Führer. Das war die richtige Entscheidung. Er erzählt sehr viel über Land + Leute und zum Schluss gibt er uns den entscheidenden Tipp für ein Musik-Restaurant in der Stadt.
Die Nil-Fälle selbst zeigen sich zurückhaltend. Die Regenzeit ist schon lange vorbei und statt viel beschworener 400 Metern, fällt das Wasser heute mal gerade in 10 Meter Breite in die unsäglich tiefe Schlucht.

Egal, Dabeisein ist alles.
Der Toyota lässt auf dem Rückweg auch nix anbrennen.
Unmittelbar vor dem Asphalt werden in einem kurzen Stopp auch wieder die Hauptscheinwerfer an Ort und Stelle geschubst. Die hätten wir sonst garantiert verloren, so entfesselt baumelten die Anfangs nur an den Kabeln herum.

Auf Wunsch tritt unser Fahrer nochmal ganz beherzt gegen die Lampen, hatte ich doch bei seinem ersten Tritt meine Kamera noch nicht schussbereit gehabt.

03.Sept. – wieder online

Nach gut 12 Jahren ununterbrochener Präsenz hat es mich dann doch mal „erwischt“.

Vor zwei Wochen ging auf dieser Seite garnichts mehr.
Alles zu alt, alles zu überholt, alles zu veraltet … und dann noch zwei Dateien „zerschossen“.
Zeit für ein update.

Irgendwie hab ich mich an das Layout gut gewöhnt.
In Zeiten des marktschreierischen Umfeldes möchte ich die leise Variante weiter bevorzugen.
Deshalb: wenig Änderungen, alles wie gehabt.
Allerdings sind ein paar Beiträge und auch manche Verlinkung zu youtube-Filmen abhanden gekommen. Nach + nach werde ich sie wieder hinbiegen. Da brauche ich etwas Geduld.

Kann sein das der bestellte Newsletter nicht mehr kommt,
dann bitte einfach nochmal neu eintragen,
oder eben die „Feed“-Funktion nutzen,
keine Ahnung wie das geht.

Also: auf die nächsten 12 Jahre !!!

(Es geht auch inzwischen mit neuen Beiträger weiter im Programm)

01.Aug. – ganz grosses Theater

Ich wusste ja, dass es eines Tages auch mich treffen würde.
Jeden trifft es, ganz klar.
Und es hat immerhin 200.000 Truck-Kilometer gedauert.
Langsam wurde ich sogar schon etwas nervös WANN es denn passieren würde.
Jetzt ist es passiert …

Der Ort des Geschehens hat sich grosse Mühe gegeben:
Ein kostenloser Womo-Stellplatz hinter einem Weingut in der Camargue.
Ein paar von den typischen Pferden gibts auch gleich nebenan, das Wetter ist sonnig,

Zeit: Nachmittag.

Wagenheber hab ich keinen dabei, aber immerhin ein Reserverad,.
Ohne Felge, also nur die Reifendecke, aber das macht ja vieles einfacher.
Den Wagenheber beschafft der freundliche Herr vom Weingut,
und gleich ein paar Hölzer zum Unterlegen dazu.
Er hat den Wagenheber mal gerad von seinem Weinfass abgebaut, denn da braucht er ihn zum Reben pressen …

In der Zwischenzeit geh ich mal dem Bösewicht an den Kragen,
aber garnicht so einfach dieses Stahlteil unter der Reifendecke hervor zu zirbeln ..

was ein Kaliber an Störenfried

Mit des Helfers Einsatz ist der Steyr schnell hochgewuchtet.
Der Sprengring lässt sich nach 7 Jahren vollkommen easy samt dem Felgenhorn abnehmen.
Wie gut das Stefan (Excap) die Teile verzinkt hatte, da hat der Rost keine Chance die Teile miteinander zu verkleben. Auch nach 7 Jahren nicht.

… die Ersatzdecke ist schon auf die Felge geworfen,
jetzt nur noch vorsichtig aufpumpen und mit etwas Kraft gegen das Felgenhorn den Reifen dicht halten. Fertig.
Okay, ich hatte zwei Versuche nötig.
Beim ersten befand sich noch zuviel Dreck + zuwenig Spülmittel auf der Felge.

Aber was kommt dann…?
Alle Versuche den beschädigten Reifen wieder auf das Fahrerhausdach zu wuchten scheitern kläglich,
die Konstruktionen erweisen sich als unzulänglich.
Dann bleibt er eben hier, ist sowieso kein Staat mehr mit zu machen.

Das junge Mädel vom Weingut ist einverstanden und hat sofort eine sehr praktische neue Verwendung fürs Rad:
Die Pferde haben dummerweise immer mit ihrer Nase das Wasserfass umgestossen.
Dieser Reifen …
ja genau …
der Innendurchmesser passt perfekt.

… und ab sofort verhindert mein Reifen das Umfallen des Wasserfasses,
egal wie sich die Pferdchen anstellen.
Bei der grossen Hitze hier diesen Sommer sind alle glücklich,
die Pferde,
das Mädel,
und natürlich ich: toll was ein Gnadenbrot mein alter Reifen hier noch bekommt.

09. Aug. – upgrade erwünscht

Das war ja eine Testreise.
Nach Südfrankreich + Nordspanien.
Zwar noch ohne Möbel,
aber mit ein bisschen Elektrik + ein bisschen Wassertechnik.

Und so sieht es dann in der Wasserabteilung aus

Dieser „Regen“ ist selbstgemacht.
Typischer Fall von undichten Verbindungen. Immerhin so ungefähr vier, oder fünf Stück. Zwei konnte ich sogar schon unterwegs upgraden, der Rest kommt noch.

Die Elektrik machte dagegen wenig Spirenzchen.
Zweimal ging die Li-Ionen-Batt auf Störung, aber der war es wohl noch zu neu im Steyr. Immerhin geht die Bordspanung meist über 27 Volt (im Bild sogar 28,6 Volt).
Das kann den kleinen LED in den Tastern etwas viel werden. Jedenfalls sind sie zu heiss und die ein oder andere hat es auch schon verabschiedet.

08.Aug. – El Port de Suert, die Osterkirche

Laufen muss ja auch mal.
Es ist mittag, ein starker Kaffee stösst auf Interesse.
Kein Problem in der kleinen Stadt El Pont de Suert in Katalanien, Provinz Lleida.
Hübsche Gässchen rund um den Plaça Major.
Bei einem Blick in eine Seitenstrasse fällt ungewöhnliches auf: eine Moschee?
Der kleine Umweg bringt etwas Besonderes …

Sieht aus wie das Osterfest in Beton gegossen,
und stellt sich dann als christliche Kirche des Architekten Josep Rodríguez Mijares (1910 – 1990) heraus. Erbaut 1955, gesponsort vom Wasserwerk der Stadt.
Im Innern sieht man dann erst richtig, was man mit so einem ungewöhnichen „Outfit“ alles so anrichten kann …

Jeder Blick sieht immer anders aus, die Linien laufen immer in irgendeiner sehr harmonischen Manier durch den Raum.
Die Hauptseite lässt diese innere Qualität nur wenig erahnen.