Sa, 01.Aug. – ein Haus am See

Einreise nach Littauen, kein Mensch weit + breit, keine Kontrollen, einfach nur herein spaziert.

Das sah auf der Karte schon ziemlich vielversprechend aus, und alleine schon die Anfahrt zum See lässt des Offroaders Herz höher schlagen …. Schotter !! Für einige Kilometer.
Der Platz selbst ist dann ein Traum. Rundherum keine Bebauung soweit das Fahrerherz schaut. und dann diese Stille …

Eines hatte ich allerdings total vergessen: wozu sind eigentlich so kleine Slipanlagen geeignet ….

Na man kann hier Boote zu Wasser lassen.
Und wenn es Bötchen von Anglern sind, dann kommen die für gewöhnlich spätestens zum Sonnenaufgang.
Und genau am nächsten Morgen, gegen 5.30h geht draussen das grosse Boote-rücken los.
Keine Frage, ans rollende Haus kommt kein einziger Kratzer, es klopft auch keiner wild an die Türe. Aber sie kurven bis auf den letzten cm an den Fenstern vorbei und manövriren einer nach dem anderen seinen Angelkahn ins Wasser.
Sorry, das nächste mal mach ich mir vorher die Gedanken …

Mi, 29.Juli – Flussbrücke

Einfach mal ne Pause machen, auf dem Weg durch Ostdeutschland. Runter von der Autobahn., und die Rast bietet sogleich auch etwas besonderes.

Flussbrücke bei Hohenwarthe

Hier kreuzen sich zwei Wasserstrassen, hab ich so noch nie gesehen (gibt es aber meherer in Deutschland).
Genau am Kreuzungspunkt gibt es auf der Südseite auch einen sehr gut geeigneten Übernachtungs-Parkplatz.

Für die kurze Pause kommt sogar nochmal die Sonne kurz hinter dem Trog hervor.

Do, 30.Juli — auf der Durchreise

Polen ist diesmal so mehr ein Transitland. Bis hinter Warschau sowieso nur Autostrada. Und natürlich auch ein Stau. Selber schuld wenn man im Berufsverkehr unterwegs ist.
Hinter Warschau dann mehr die Landstrasse, Kurs Litauen.
Die Karte zeigt einen der vielen Seen,
ein kurzer Abzweig, der Steyr verschwindet fast im Wasser.

Prima Schlafplatz, aber leider ist das dörfliche Freibad nicht gerad geeignet für einen LKW.
Mmmhhh. Da war doch so ein Imbiss …
Ich steige aus, pirsche mich an die ältere Dame heran und frage einfach mal platt raus, ob sie sich denn nen Steyr auf ihrem Beste-Sicht-Parkplatz vorstellen könne ???
Kein Problem, ich könne hier parken.

Wunderbar, besser gehts nimmer.
Die Sicht auf See und kleinen Sporthafen sind perfekt.
Die wenigen Touris kümmern sich sich nicht um den LKW.
Und sie verkauft noch glatt auf den letzten Drücker zwei Bier.

Ein Rundgang durchs Dorf offenbart schickes + marodes gleichermassen.
Im Schnitt allerdings sind die Immobilien hier in Bestform.

Mo, 20.Juli — Steyr-Treff No.1

Also in Gadernheim ist es sehr leicht einen Steyr-Treff hinzubekommen.
Schliesslich kommt der renovierte Steyr genau hierher. EXCAP ist das Unternehmen von Stefan, der sich seit über 8 Jahren ausschliesslich und sehr intensiv im den 12M18 kümmert. Schon 2013 hab ich einen Artikel im ALLRADLER veröffentlicht, seitem ging es steil bergauf.

Diesmal treffen wir Alex hier. Seine Familie ist auf erster Reise, und der Steyr macht sehr merkürdige Geräusche. Die Crew von Stefan hat schon einen Verdacht, und tatsächlich ist das Zwischengetriebe schuld. Der Sreyr hatte zwischenzeotlich eine andere Werkstatt gesehen, und die haben prompt das Zwischengetriebe falsch wieder eingebaut.


Seitdem letztens in Süd-Frankreich die Spur völlig aus der Geraden geriet sind die Vorderreifen tüchtig abgelaufen …

Für den Steyr sind drei Neue fällig. Rad No4 ist ja schon als Ersatzrad in der Carmarque drauf gekommen.
Die drei Räder werden eigenhändig gewechselt, schliesslich bin ich kein Neulinge. Allerdings ohne die Tipps von Freddy hätte ich es wohl nicht schaffen können.
D-a-n-k-e.

Das hintere Felgenhorn mit Montiereisen abhebeln, das geht besser als mit dem Vorschlaghammer.
Gut einschmieren, mit Reifenpaste,
jetzt geht alles wie am Schnürchen.

Neu besohlt kann die Welt jetzt kommen.
Leider nicht die Afrikanische, sondern zunächst mal die Baltische…

Di, 18.Juli 20 — Auf dem Wasser …

2 Motoren mit 12 Zylindern, und 640 PS,
die neue Heimat unseres Mastervolt Wechselrichters.

Über ebay Kleinanzeigen hatte mich Hansjürgen angeschrieben und sein Interesse bekundet. Nagelneu, hohe Leistung, aber ich hatte keine Verwendung für das Teil und ihn inseriert.
Der Preis war vollkommen in Ordnung für Hansjuergen,
aber wie verschickt man so ein Monstrum am besten ??
Keine Frage, das ist einfach!
Schliesslich wollen wir eine Testreise mit dem Steyr an den Start bringen und es fehlt  an Reisezielen.
Germersheim ? Kennen wir nicht, wird also Zeit !

Der Liegeplatz ist schnell gefunden, und schon knallen die Sektkorken.

Statt am Salontisch im Steyr sitzen wir nun im Cockpit einer Atlantic 38, auch mal schön !

Es  geht natürlich ums Reisen, zu Wasser und auf der Strasse.
Die beiden wollen die nächsten Jahre mit ihrem Motorboot kreuz und quer durch Europa tingeln.
Ihr Haus wird gerade verkauft und vieles alt eingefahrene abgeschafft. Auto inklusve.

Was soll ich sagen …
der Nachmittag reicht nicht aus, wir wechseln zum besten Italiener der Stadt, HansJuergen kennt sich schliesslich hier aus.

Wir übernachten gleich neben dem Steg …
… und haben den ganzen nächsten Tag ein abenteuerliches Kino vor uns. Am Samstag wird hier ein ums andere Boot vom Trailer ins Wasser gewuchtet, und wieder zurück, natürlich einige Stunden später.

Hansjuergen will sich mit Freunden eine Bucht weiter treffen und sagt schonmal adieu …
bis zum nächsten mal,
irgendwo auf Hollands Kanälen, oder so….

Den Abend verbringen wir auf der ParkeBanke
gleich an der Mole mit Blick auf die Kräne,
die im Sonnenlicht garnicht mal so unromantisch wirken …

Mo, 13.Juli 20 — Rainer & Sigrun

Zwei ungleiche Fahrzeuge, und doch so ähnlich.
Rainer hat seinen Sprinter von der Feuerwehr bekommen, und gleich ktäftig umgebaut.
11,5to verglichen mit 5,3to.
Aber die Ähnlichkeiten sind frapierend:
beide Ausbauten setzen nur auf Strom als Energieträger im Aufbau,
haben Lithium Ionen-Accus, eine Waschmaschine, elektrischer Backofen und LED-Leuchten des Herstellers Lumicoin.

Das ist allerdings garkein Wunder, denn Rainer hat die Lumicoins erfunden, ist Hersteller & Produzent.

Auf seine Amber-farbene Aussenleuchte bin ich schon etwas neidisch …

13.Juli 20 – Die Umwege …

Der Plan war ja ein besonders toller:
Fähre am 26.Aug.20 in Sete/Frankreich nehmen,
nach Marokko übersetzen,
und dann für ein paar Jahre ganz gemütlich bis nach Kapstadt runter.

Ätsch… Daraus wird erstmal rein garnix.

Und was nun ???
Wohin kann man noch ?
Wohin darf man noch ?

Gute Idee:
dahin wo es leer ist.
Wenig Menschen, viel Natur,
viel Wetter.

Nicht so leicht ?
Oh doch, garnicht schwer,
–> auf ins Baltikum,
nach Litauen, Lettland und Estland …
wenn denn die Zeit reicht.

Zwei Monate Zeit,
also dann mal los ….

07.Juli 20 – Countdown Minus 7

Egal was jetzt noch passiert,
oder eben auch nicht passiert …
In spätestens sieben Tagen sind wir unterwegs !

Jeder fängt klein an, deshalb geht es erstmal ein paar Tage durchs Deutsche.

Dann weiter nach Osten,
mal schauen ob wir bis ins Baltikum kommen. Jedenfalls wird der Steyr ganz untypisch weil langsam unterwegs sein.

Allerdings sollte der Schreiner mal Vollgas geben,
auch wenn das Badezimmer hoffnungslos ist.

Immerhin gibt es jetzt die Polster für die Couch …

… und der Fussboden wird wohl auch endgültig verlegt sein …
… aber zuerst muss noch die Mückenschutztüre eingeklebt werden …

Die zentrale Wasserfilterung + Verteilung musste auch mal wieder raus. Eine Verschraubung war undicht.
Dank Schellkupplung (im Bild ganz oben ganz rechts) ist das ganz gut machbar …

Grösste Baustelle ist noch die zentrale Elektrik …

Aber das wird schon noch alles …
sind ja noch locker 5 Arbeitstage….

Mo, 20.Juni 20 – Möbelbau, die vorletzte

Vier Wochen gehen am Inennausbau nicht spurlos vorüber,
der Möbelbau ist in die Zielgerade eingebogen.
Gerad noch die Fussbodenheizing gebogen, jetzt kommt der Boden noch hinein.
Polsterstoffe sind ausgewählt und in der Näh-Arbeit.

Die Tischplatte gibt es auch schon, sie wird aber noch geschont und hat in der Werkstatt ein sicheres Plätzchen.
Man kann den Durchstieg zum Bett erkennen. Die Rückenlehne ist leicht wegnehmbar, ein paar starken Magneten sei Dank.
Es fehlt noch Matraze und Froli, die werden das Bild noch kräftig verändern.

Hinter der Doppeltüre links verbirgt sich Batterie und allerlei Stromkisten, deshalb auch die gute Belüftung. Hier im Bild fehlt noch die Fussboden-Heizung.

Der Testlauf der Waschmaschine brachte eine kleine Überraschung.: so ganz ohne Wäsche ist sie superleise, nur ein ganz dezentes „wisch-Wasch“.
Frischwasserver- und Entsorgung funzen wunderbar.
Die Wäsche-Heizung zieht bis zu 2.000 Watt, der Wechselrichter schafft das noch ohne Kühlgebläse. Der Multiplus kann bis zu 5.000 Watt Dauerleistung.

Noch sieht die Verkabelung etwas chaotisch aus, aber das wird schon …

Die elektrische Anlage hat ihren Betrieb auch gut angegangen. Die Solarzellen werden auf 27,0V herunter geregelt, wenns der Batterie reicht.

07.Mai 20 — eArbeiten

Keine Frage, e-Arbeiten fallen mir leicht.
Ein Käffchen zur Seite, gutes Werkzeug, gemütliche Sitzposition,
und vorher wie nachher saubere Hände.

Durchblick im Kabelwust – vor allem später, auch noch nach Jahren

Tatächlich gibt ja auch immer wieder neue Methoden zu entdecken.
Diese hier hat es mir besonders angetan: Kabelverbinder die kaum Platz brauchen (zB im Vergleich zu einer Lüsterklemme).
Lötzinn ist schon drinne und muss nur warm gemacht werden, damit die blanken Leiter dauerhaften Kontakt bekommen.
Gleichzeitig wird die neue Isolierung geschrumpft und bringt eine komfortable Zugentlastung ins neue Gefüge. Alles in einem Arbeitsgang erledigt. Perfekt!

Schrumpflötverbinder

Soviel sei ja schonmal verraten:
Im neuen Zuhause wird vieles an Sensoren und elektrischem Schnick Schnack verbaut werden.
Schliesslich soll es ja auch ein „Smart Home“ werden.

Hier einer der Temperatursensoren. Der Sensor, ein PT 1000, wird direkt an einen Messwertumformer angeschlossen. Ausgang dann ein analoges 0 bis 10V-Signal. Damit wird dann der Miniserver mit der Temp.Info versorgt und wird dann entprechend regeln + steueren können.

TemperaturSensor mit MesswertUmformer