unterwex zum Pamir

090727-zum-pamir-1-schelchter-weg Raus aus der Stadt,
wozu bin ich denn hergekommen ?

Die Wahl fällt auf die südliche Route über Kulob zum Pamir.
Sie ist zwar etwas länger, soll aber besser in Schuss sein.

Für die ersten 340km stimmt das auch.
Aber dann gehts rund.

Mehr als 20Km in der Stunde gehen nicht mehr.

090727-zum-pamir-2-bruecke … über Wasser

… durchs Wasser,

das Angebot für Offroader
ist reichhaltig.

090727-zum-pamir-3-furt
090727-zum-pamir-4-grenzfuss Wir treffen auf den Fluss Panj,
und damit auf die afghanische Grenze.
090727-zum-pamir-5-entg-lkw Die erste Militärkontrolle.
Der Soldat nimmts gründlich, schaut in jede Schublade. Er sucht nach Waffen.
Dann fragt er locker nach Sexvideos. Habe ich beides leider nicht.

Beim rausgehen vergisst er sein Sprechfunkgerät.
Bei der nächsten Pause finde ich es
und denke es ist eine gute Idee einen entgegenkommenden LKW anzuhalten und es ihm mit zu geben.

Hmm, war keine gute Idee…

090727-zum-pamir-6-minenschild Ab sofort werden wir steckbrieflich gesucht.
Die Gelbe Tour wird höchstwachsam verfolgt und per Funk weitergegeben..
Wirklich jede Militärkontrolle zwingt uns zum Stopp, fragt nach dem Funkgerät.
Mehrfach reichen unsere Beteuerungen nicht, und wieder eine Durchsuchung.
Langsam wird klar:
wenn das Gerät in afghanische Hände geraten würde,
dann könnten die locker auf einfache Weise den tadschikischen Funkverkehr abhören.
Uiuih.
Vielleicht ein Stoff für den nächsten 007, aber wir werden so etwas bestimmt nicht wieder tun.
090727-zum-pamir-7-abendessen Abends halten wir an einem kleinen Familiienrestaurant an.
Der Hausherr setzt sich zu uns.
Er zeigt auf die andere Flusseite und vergleicht die Grenze mit der deutsch-deutschen.
Auf beiden Seiten wohnen Tadschiken. Sie sprechen die gleiche Sprache und feieren die gleichen Feste.
Bleiben aber getrennt.
Wieso gibts da eine politische Grenze?
Zudem verschlingt die Sicherung dieser Grenze den grössten Teil des tadschikischen Militärhaushaltes.
090727-zum-pamir-8-grenzfluss Und auch wenn wir sie nicht sehen können,
bei jedem Halt kommen sie aus dem Gebüsch, die Militärs
und schauen wachen Auges auf unser Tun.
So breche ich einige Photohalte ergebnislos ab.
Rechts Afghanistan,
links Tadschikistan.

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