08.Febr.18 – kommt das Beste zum Schluss ?

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Sydney,
zwei Tage lass ich mir für die Stadt.
Und ich bin gut überrascht.
Klar sieht es Downtown ziemlich mondän aus …

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Aber ich hab noch keine Stadt erlebt, die soviel Wasser rundherum hat.
Das lockert das Stadtbild enorm auf und nimmt ihm jede Enge.

Dazu noch ein paar alte Restbestände an Architektur …

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Und gegenüber sieht es dann schon garnicht mehr so protzig aus …

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Mein letzter Schlafplatz am stillen Strassenrand ergibt dann nochmal einen traumhaften Ausblick …
Von weitem könnte ich solche Städte auch auf Dauer sehr gut aushalten …

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06.Febr.18 – Drei Schwestern

… besser bekant unter „Three Sisters“.
Ein Highlight des „Blue Mountain“ -NationalParks, rund 80km westlich von Sydney.

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Auf meine letzten Tage hier in Australien versuch ich endlich mal ein bisschen Landschaft einzufangen. Dieser Nat.Park scheint mir geeignet.

Aber es geht schon komisch los. Wiki meint direkt im ersten Satz das es sich hier garnicht um „Mountains“ handelt, sondern nur um erosionsbedingte Auswaschungen. Na prima.
Allerdings sehen die drei Schwestern wirklich schick aus.

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Auf einer Hinweistafel vor Ort kann ich dann nachlesen, dass das nicht so schick bleibt. In nächster Zeit wird die fortschreitende Erosion auch die drei Schwestern dahin raffen. Na prima. Da schau ich mich doch schnell nochmal um. Und mit mir die üblichen zwei bis drei Tausend anderen Besucher.

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Diesem Thema kann ich aber ganz schnell abhelfen. Ich geh einfach die 800 (!) Stufen hinunter in die Ebene und schon bin ich komplett allein unterwegs, sehr prima. Ein Rundweg von ca. 4h.
Den Sonnenschutz übernimmt der Wald.

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Für den besten Blick hat man eine Seilbahn quer rüber gebaut. Da fahren sie dann hin + her, auf dem schnellsten Weg wieder zurück zu ihrem Bus. Immerhin Barrierefrei, da kann ich glatt in 30 Jahren noch mal wieder kommen.

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Und manchmal bin ich ja sogar froh für einen feinen Farbklecks in meinen Bildern …

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03.Febr.18 – … alles so schön bunt hier …

Zum Ende der wunderbaren „Lions Road“
tauchen südlich die ersten tibetischen Gebetsfahnen auf …

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Noch zwei, drei Kurven und es wird ganz plötzlich ganz sehr, sehr bunt.

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Ich bin in Nimbin angekommen.
Nimbin ist ganz ähnlich wie Matala auf Kreta, oder Goa/Indien oder Valle Gran Rey/La Gomera …
Vor ganz langer Zeit waren sie mal die Treffpunkte der lebenslustigen Hippiekultur.

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Und heute ?
Sind die meisten alt geworden, zurück in ihre Städte gezogen,
kümmern sich um ihre Enkelkinder und schauen die Tagesschau.
Und die anderen ?
Die will keiner mehr, oder sie selber wollen nicht mehr.
Also sind sie geblieben, haben kleine Lädchen eröffnet, verkaufen Traumfänger, trinken immer noch zuviel und hängen immer noch gerne ab.

Am Nebentisch ist eben einer eingeschlafen. Keiner stört sich dran.
Gestern haben ein paar hier Musik gemacht, der Hut ging rum.

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Die meisten laufen barfuss rum,
haben immer noch bunte Klamotten an
und wirken ganz besonders friedlich.
Bei Tageslicht schieben sich ein paar Touristen durch die Gassen,
und lassen ein paar Dollars hängen.

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31.Jan.18 – live+in Farbe: die „eclipse“

Am 31.Jan. steuere ich mich unversehens in einen sehr glücklichen Abend, oder besser noch eine Nacht!
Zum einen befolge ich einen Tipp meiner Nichte und visiere die Rainbow Beach an.
Dann 40 Km vor dem Ocean erspähe ich einen 4×4 Camper und folge ihm komplett unauffällig
und lande ca. 20km nördlich des kleinen Örtchens in einem wunderbaren „Bush Camping“.

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Zehn Schritte, und schon bin ich an einem endlosen Strand.

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Zum anderen ist die kommende Nacht eine ganz besondere:
wir werden hier in Australien an der Ostküste eine totale Mondfinsternis präsentiert bekommen.
Der Vollmond ist schon über dem Meer aufgegangen …

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Rechtzeitig zum Beginn des Schauspiels parkt direkt neben mir ein Mädel aus Brisbane.
Seit ihrem 14. Lebensjahr ist sie leidenschaftliche Astronomin. Dies wird erst ihre zweite „Eclipse“ überhaupt.
Sie ist extra aus Brisbane die 250Km hier zur Rainbow Beach gekommen, allein weil die Wetterprognose eine bessere ist.

Ruckzuck ist allerlei Fernrohr und Kamera-Equipment in Stellung gebracht, jeder ist immer wieder aufgefordert auch mal einen Blick zu wagen. Freunde aus dem Studium kommen dazu, der Kocher wird angeworfen, was für eine Nacht ….

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30.Jan.18 – go far east …

Mehr geht nicht … Jedenfalls kaum für mich.
Der 150. Längengrad im Osten Australiens.

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Wenn man jetzt genau hier durch die beiden Bohrlöcher schaut, dann schaut man exakt entlang dieses 150.Längengrades.

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Gestartet bin ich in Aachen, Längengrad rund 6°, also fast am Startpunkt (Greenwich/London).
Bedeutet ich bin fast um den halben Globus rum …Uiuiuihhh.

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Das Gitterkreuz auf unserem Globus hat es mir angetan,
ich hab da ne Idee …
Ein neues Buchprojekt ???

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29.Jan.18 – des Aussis liebstes „Toy“

Eine Fahrzeuggattung kommt in down under überhaupt nicht im Strassenbild vor:
der gewöhnliche Kastenwagen.
Was hierzulande dem Handwerker seine Schubkarre, findet in Australien einfach nicht statt.

Das liegt zum einen am meist sehr guten, trockenen Wetter. Da will man nicht sich in den Kasten zum Werkeln verkriechen, da will man draussen sein, also neben dem Fahrzeug arbeiten.
Zum anderen liebt der Australier den Mehrfach-Nutzen seines geliebten Pickups.

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Da wird die Werkzeugkiste am Wochenende schnell mal gegen die Hundekiste getauscht,
und manch einer wechselt mit wenigen Handgriffen auf ein Simpel-Wohnmobil.
Für die Angelruten findet sich da auch noch ein Plätzchen.

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Immer wieder gibt es extra eingerichtete „4×4 Beach Access“. Da gehts dann mit dem Allrad einfach auf den Beach. In unserem Ländle gibts dafür sicher sofort Dauerarrest.

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Die Varianten reichen von rustikal bis Edel, Hauptsache Pickup !

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Eins haben sie alle mit dem hier bekannten „Kasten“ gemeinsam: die Grösse !
Ich komm mir jedenfalls mit meinem Mini-Camper ziemlich eingeschrumpft vor …

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26.Jan.18 – …beinahe die „Old Telegraph Road“

Mein Kurs zeigt O° Kurs Nord. Nicht mehr weit bis zum Ende dieses Kontinents. Wäre ja mal schön nen Blick auf Papua-Neuguinea zu werfen.

Aber der „Strassenzustandsbericht“ auf den Schildern (sehr ähnlich wie die Passtrassen in den Alpen) verheisst nix gutes.

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Alles (noch) gesperrt. Zu früh im Jahr, zu schlammig die Strassen, zu tief die Fluss-Furten.
Erst recht für meinem kleinen Flitzer.
Ein 4×4-Fahrzeug ist zu Recht Vorschrift auf diesem harten Geländetripp. Ich werde nur bis Cooktown fahren.

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Aber endlich gibts in diesem „Down Under“ mal ein bisschen Landschaft.

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Das Risiko steigt allerdings auch.
Ich hab hier in Australien schon etliche Hundert Kängurus gesichtet. Alle Tot. Der Strassenverkehr ist gegen dieses Wappentier der Aussis. Und in den nächsten 50Km werden es wohl noch einige mehr werden …
Da heisst es aufpassen…

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23.Jan.18 – working weeks

Letztlich klappts nicht bei Howe,
aber ein anderer Betrieb meldet sich per Telefon: ja, für zwei Tage gibts Arbeit.

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Und wenig später gehts zur Avocado-Ernte.

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Noch schnell die 50er Sonnencreme verteilen …

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… und los gehts…

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Diese Farm bietet den Zeitarbeitern auch die Unterkunft, dann fallen die weiten Anfahrtswege weg.
Immerhin sind es 70 Km bis zur Farm von Wayne.

Ich für meinen Teil war auch schon lange genug hier, ne gute Woche,
und mich ziehts auch weiter …
in den Norden …

22.Jan.18 – work, no travel

Dank meines Fahrzeuges (mit Fahrer) haben die Mädels die Chance, die umliegenden Farmen nach Arbeit abzusuchen,
und die scheint es genug zu geben …

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Die Betriebe sind soooo gross, das wir nur einmal wirklich Arbeiter auf einem Feld zu Gesicht bekommen.

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An vielen Zufahrten ersticken dicke Schilder
jede Frage sofort im Keim …

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Da werden erste Durchhalteparolen fällig …

Und am Montag morgen schon um 6 ein Besuch bei „Howe Farming“,
dem grössten Betrieb der Gegend.

Nichts zu machen.
Bestimmt 40 bis 50 Arbeitssuchende haben sich eingefunden.
Die Namen von vielleicht 5 oder 6 werden vorgelesen, die anderen trollen sich wieder nach Hause. Morgen wiederkommen.
Es sind welche dabei schon seit gut einer Woche jeden Tag in der Herrgotssfrüh hier auflaufen, erfolglos.

Die Mangosaison ist vorbei,
Avocados müssten langsam losgehen.

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