12.Sept.15 – Lockruf des Meeres

Nach den vielen Bergen kam mir die Feten-Einladung an die Ostsee gerad recht,
auch wenn ich dazu dieses Mitteleuropa fast zu durchqueren hatte. Und ich wurde echt nicht entäuscht !

Nördlich von Kiel, da ist wohl eine „Waterkante“, die noch immer im Dornrösschenschlaf liegt.
Der Strand vollkommen unverbaut. Wiesen und Felder reichen bis an den Sand.
Dazu noch ein Sonnenwetter, und ein Nachtpatz in Sicht- + Hörweite, mann-oh-mann,
dann spendier‘ ich noch nen langen Strandspaziergang dazu !

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Auf dem Wasser wird sogar noch ein bisserl Entertainment geboten: Cat-Schüler sind soeben gekentert.

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Wie gut das es diese kleine Strandbar gibt. Vom erhöhten Sitzplatz auf dem Rasen hat man eine perfekte Aussicht aufs Geschehen.
Ich könnte eigentlich hier bleiben …

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Etwas komisch sind sie dann aber doch hier. Die Tankwarte nennen sich  zwar „Gross“, aber die Durchfahrtshöhe begrenzen sie auf 3,40m.
Dann müssen sie eben „selber Tanken“.

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11.Sept.15 – Youngstar unter Grufties

Nach rund 37.000Km ereilt mich heute die erste Panne.
In beiden Bremskreisen baut sich kein Luftdruck mehr auf,
dabei bin ich auf dem Weg zur Ostsee.

Ab Düsseldorf gehts in der Nacht von der Autobahn runter, und ich hoffe in langsam werdender Schleichfahrt flugs vor einer Werkstatt zum Stehen + Schlafen zu kommen. Bis Mülheim a.d.Rur muss ich aushalten, aber gegen 02.30h tauchen rechts viele MAN-Fahrzeuge auf. Ich fahr nur noch mithilfe der Notlöseeinrichtung ums Eck‘ und werf‘ mich hoffnungsvoll ins Bett.

Am nächsten Morgen gehts nur wirklich mit äusserster Geduld gerad noch aufs Firmengelände und ich bin baff erstaunt.

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Ich bin bei Hoffmann-Nutzfahrzeuge gelandet. Ein bundesweiter Spezialist in der Aufarbeitung von längst historischen LKWs.

Ein Mechaniker nimmt sich meines Problems an. Die 25 Jahre alte Steyr-Technik ist im sehr geläufig, er ist quasi der Fachmann genau dafür. Mit wenigen Handgriffen, Abschrauben von Zu- und Abgangsseite des Luftreglers, der Hauptleitung meint er trocken: ich habe Glück, es sei nur das Überstromventil.

Er verschwindet mit dem Kleinteil im Lager,
ich warte…

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Nach 5 Minuten ist er zurück.
Im Lager fand sich noch ein Rep.-Satz für genau dieses Ventil.  Zudem hat er das Innenleben gereinigt und getestet.

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Nach weiteren 5 Minuten ist das Teil eingebaut,
und auch schon der Funktionstest abgeschlossen. Alles wieder perfetto.

Für den Rep.-Satz will er 30€ haben. Dann noch etwas Trinkgeld auf die Hand, denn eine Rechnung lohne sich kaum.
Zack, bin ich wieder auf der Piste, in Richtung Meer.

Soll mal einer was gegen das deutsche Handwerk sagen,
ich bin begeistert,
und hab ne neue, ganz besondere Adresse 🙂

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07.Sept. – Übernachtungsplätze Sommer 2015

Die kleine Rundreise durch den Süden ist beendet, die Zeit ging mal wieder schneller vorbei als erlaubt. Einige hundert Photos bieten nochmal Futter für die Ah’s und Ohhh’s.
Vor allem die Übernachtungsplätze waren diesmal richtig schick. Hier eine kleine Auswahl …

Das ging schon fein los, in der Pfalz.

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Hier ist der kleine LKW sogar kaum auszumachen, am Comer See …

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Dieser Platz ist definitiv nicht öffentlich, aber eben sehr schön privat, bei Rene+Brigitt in der Toscana …

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Ich wusste garnicht dass es in den französischen Alpen immer noch sooo viele LKW-taugliche Offroad Strecken + Schlafplätze  gibt …

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Vielleicht der stillste Platz überhaupt in den vier Wochen.
da war der klitzekleine Zug geradezu eine Erholung von der Ruhe.

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Man fahre einfach 15 Minuten die Skipisten gut bergauf, den Bergen entgegen,
und schon paart sich absolute Ruhe mit schweifendem Weitblick unter dem Sternenzelt,
dabei hab ich nicht mal irgendeine Fahrverbotstafel ignoriert,
Frankreich sei Dank !

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12.Aug. – kein Zufall

150811-benemis-magirus-dsc03119 Es gibt die Theorie, dass man jemanden im Leben zweimal begegnet.

Okay, diesmal hab ich es provoziert, denn ich hatte davon gehört, dass dieser LKW gerade in der Pfalz auf einer Wiese parkt.

150812-benemis-unter-dem-magirus-dsc03168 Und wo dieser seeeehr spezielle Magirus parkt, da kann Benemsi nicht so weit sein.
Wer jetzt meint ich sei mal schnell nach Afrika gefolgen,
der wird sehr überrascht sein,
denn Karl-Heinz hat sein Quartier  in der Pfalz aufgeschlagen!
150812-mit-autor-dsc03181 Klar gabs viel zu bereden, schliesslich ist es gut 5 Jahre her,
seit ich ihn am Baikal getroffen habe.

Da gabs sogar soviel neue Geschichten, dass im nächsten Allradler schon davon zu lesen sein wird.

30.Aug – Mehr geht nicht … ein Häglund

Einen Allradfahrer kann so schnell ja nichts stoppen.
Viele kleine Hebelchen mobilisieren den Truck aus fast jedem Gelände heraus.

Aber da geht noch mehr …
mit einem Häglung.

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In Valloire gabs dann mal eine Probefahrt, Hellgeth sei Dank.

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Anlässlich des dortigen 4×4-Events gings auf einen Rundkurs in den französischen Alpen.
Alle Achtung.

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Angestossen haben wir dann nur mit dem lokalen Bier,
und es ist einfach besser, hier keine weiteren Beteiligten ins Bild zu nehmen 🙂

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03.Aug. – Sprüche geklopft

Ich hab auf meiner HardDisc nen Ordner voller Schriften + Sprüche.

Gesehen in der lieblichen Stadt Monschau …

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oder den hier.
Bei all den Kevins und Marias die von den Kofferraumklappen schreien, hab ich mich über diesen wirklich sehr amüsiert …
Gesehen auf dem Sommertreffen der Globis in Hachenburg

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Dieser Spruch ist an sich garkeiner,
sondern einfach eine Tatsache, bzw. ein guter Rat …

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Das hier  ist kein Spruch,
sondern nur einfach die aktuelle Situation an den Nordsee.
Ein paar Stunden haben dann auch für dieses Jahr gereicht,
denn nächste Woche gehts auf in den Süden,
wo es gaaaanz sicher stressfreier, ruhiger und allradmässiger wird.

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29.Juli 15 – Reisetreff bei Excap

Bevor der Steyr wieder KursSüd unter die Räder nimmt, gibt es noch ein update im quasi-Herstellerwerk, bei Stefan/Excap.
Inzwischen mausert sich das Örtchen im Odenwald zu einem populären Reisetreff. Burckhard ist mit seiner lila Pistenkuh ebenfalls hier aufgeschlagen.

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Bei Burckhard geht es um Getriebspannstifte, Airbox, den Servoschlauch der Lenkung, das übliche halt. Bei ihm gehts Ende Sept wieder auf eine mehrjärige Tour, diesmal nach Osten.

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Trotzdem werden die Abende fast länger als die Arbeitstage,
aber das war ja auch abzusehen …

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Das offizielle Excap-Photo vom Freitag,
für die immer grösser werdende Liste  …

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11.Juli – andere Länder …

… andere Sitten.
Jedenfalls brachte uns ein Besuch bei den belgischen Nachbarn
dieses wunderliche Stirnrunzeln ins Gesicht.

Der Reihe nach:
Aussichtsreiches Wetter, Steyr gepackt, auf zur Burg Reinhardstein in die Ardennen.
Vom grössten Wasserfal Belgiens ist die hier die Rede.
Photo?
Lieber nicht, denn nach genauerem Hinsehen bestätigt sich zwar die Fallhöhe von knapp 60 Metern,
aber der Umfang gleicht mehr der einer Toilettenspülung.
Dann doch lieber ein Photo der ansehnlichen Burg.

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Freund Max reichte mal wieder Durchgabe der Koordinaten, um das Lager auf wehrhafte Grösse zu erweitern.
Grill, Campingstühle raus, Herz was begehrst du mehr.

Etwas Zerstreuung gefällig?
Da lassen sich die Belgier wahrlich nicht lumpen. Heimlich haben sie schon auf der Nachbarwiese völlig unbemerkt, im Halbdunkel des dräuenden Morgens einen kleinen Parcour abgesteckt. Jetzt brummen sie auf die Motoren fast unbrauchbarer Kleinwagen.
Jetzt wird Gas gegeben bis das die Kotflügel kreischen, dazu heftige Musik und aufputschende Getränke.
Es wird laut und lauter.

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Nach ein paar Stunden ist der Spuck vorbei,
die Fahrzeuge schwer beschädigt, die Teilnehmer stark angeschlagen,
(oder umgekehrt …???)

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Zeit den Grill anzuwerfen,
denn die aufkommende Ruhe ist jetzt nicht mehr eine Trügerische.

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10.Mai – Burg Vogelsang

So ein Wochenende lohnt sich immer. Und es gibt viele davon.
Also den Steyr gepackt und ab in die Eifel, zur Burg Vogelsang.

Ein schwer beladenes Relikt aus Kriegszeiten.
2005 gaben es die Belgier wieder zurück an Deutschland, und seitdem tun wir uns schwer damit, immer noch.

Das Plakat am Eingang kündigt eine Ausstellung an, die schon seit zwei Jahren vorbei ist.

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Das Areal wurde zum Naturpark erklärt, die Photomotive sind ungewöhnlich, sind so skuril wie das Gelände.
Hier das verlassene Dorf Wollseifen.
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Die Belgier übernahmen das Gelände von den Britten und  machten einen Truppenübungsplatz daraus.
Die Einwohner hatten damals 14 Tage Zeit ihr Dorf für immer  zu verlassen. Dann wurde es als Übungsziel fürs Militär „genutzt“.
Die Kirche blieb unbeschädigt….

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Mein Lieblingsraum ist das Kino. Aus Zeiten wo Fernsehen noch der pure Luxus war.

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weitere Infos unter www.vogelsang-ip.de